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Schub für das Thurgauer Langsamverkehrskonzept

Die Thurgauer Stimmbevölkerung sagt deutlich Ja zum Bundesbeschluss Velo. Die Zustimmung wertet die Verantwortliche beim Kanton als positives Zeichen für das Langsamverkehrskonzept Thurgau.
Sebastian Keller
Am Sonntag stimmte das Schweizer Stimmvolk dem Bundesbeschluss Velo deutlich zu. (key/Alexandra Wey)

Am Sonntag stimmte das Schweizer Stimmvolk dem Bundesbeschluss Velo deutlich zu. (key/Alexandra Wey)

Velowege schliessen zu Fuss- und Wanderwegen auf. Das hat die Stimmbevölkerung am Sonntag entschieden. Deshalb erhält das muskelbetriebene Zweirad nun Verfassungsrang. Im Thurgau sprachen sich 71 Prozent dafür aus, im ganzen Land waren es 73,6 Prozent. Das Ja des Volkes ist der Startschuss für den Bund, eine unterstützende und koordinierende Rolle beim Thema Velo zu übernehmen. In die Pedale müssen aber weiterhin die Gemeinden und die Kantone treten.

Der Thurgau hat sich – wenn man so will – bereits auf den Sattel geschwungen. Im April 2017 wurde das Langsamverkehrskonzept Thurgau vorgestellt. Das Konzept zeigt Massnahmen auf, wie die Bedingungen für Velofahrer, Wanderer und Fussgänger verbessert werden können – für den Alltag wie die Freizeit.

Fachstelle ist seit Anfang Jahr aktiv

Anfang 2018 hat die Fachstelle Langsamverkehr beim kantonalen Tiefbauamt den Betrieb aufgenommen. Projektleiterin ist Kathrin Hager. Die hohe Zustimmung zum Velo-Artikel freut sie. «Das zeigt den hohen Stellenwert des Velos in der Thurgauer Bevölkerung», sagt sie. Das deutliche Ja könnte dem Langsamverkehrskonzept zusätzlichen Schub verleihen. «Ich hoffe, dass wir die Unterstützung für das Velo auch bei einzelnen Projekten spüren.» Dabei denkt sie etwa an den Bau von Radwegen oder der Markierung von Radstreifen.

Dass sich der Bund nun auf die Tour der Veloförderung begibt, begrüsst sie. «Ich habe die Erwartung, dass der Bund gewisse Grundlagen erarbeitet, die für die ganze Schweiz anwendbar sind.» Als Beispiel nennt sie das E-Bike. Da sich bei diesem schnellen Langsamverkehrsmittel neue Fragen ergeben, sei eine schweizweite Koordination sinnvoll. Etwa bezüglich Geschwindigkeit und Sicherheit.

Merkblätter für Veloparkierung

Die Fachstelle hat schon erste sichtbare Resultate geschaffen. Im August hat sie beispielsweise Merkblätter zur Veloparkierung veröffentlicht. Auf diesen finden sich Ratschläge, wie das Abstellen des Rades in verschiedenen Situationen gelöst werden kann. So etwa bei Bahnhöfen und Haltestellen des öffentlichen Verkehrs oder bei Wohnbauten. Die Merkblätter sind mit Bildern guter Beispiele angereichert. Sie richten sich an Bauherren, Planer und Gemeinden.

Kathrin Hager ist in Fragen des Langsamverkehrs Ansprechperson für die Gemeinden. «Wichtig ist, dass die Bedürfnisse von Velofahrerinnen und Fussgängern frühzeitig in der Planung berücksichtigt werden», sagt sie. Deshalb ist für sie ein gutes Einvernehmen mit den Verantwortlichen zentral. Just in der vergangenen Woche hat sie ihre Fachstelle den kommunalen Bauverwaltern vorgestellt.

Vision: Durchgehendes Radwegnetz

Eine Vision des Langsamverkehrskonzeptes ist: Ein dichtes, sicheres, hindernisfreies und durchgehendes Fuss- und Radwegnetz durchzieht den Kanton. An dieser Vision arbeitet die Projektleiterin tagtäglich. Dazu müssen verschiedene Schwachstellen – beispielsweise fehlende Radwege und Radstreifen oder fehlende Signalisationen und Markierungen – beseitigt werden. Diese Bereiche haben bei ihrer Arbeit Priorität.

Der Langsamverkehr ist neben dem öffentlichen Verkehr, dem motorisierten Individualverkehr eine der drei Säulen des Personenverkehrs. So steht es im kantonalen Richtplan, der diesen Sommer vom Bundesrat genehmigt wurde.

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