«Schockiert, bedauerlich, mühsam»: Serie mit drei Einbrüchen innert sieben Tagen in Badikiosk Diessenhofen

In den Kiosk von Pächter William Schurmann in der Diessenhofer Badi Rodenbrunnen ist zuletzt in kurzer Zeit drei Mal eingebrochen worden. Einmal liessen die Diebe nur Getränke und Chips mitlaufen, einmal gar nichts.

Samuel Koch
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Das Diessenhofer Freibad Rodenbrunnen liegt direkt am Hochrhein.

Das Diessenhofer Freibad Rodenbrunnen liegt direkt am Hochrhein.

Bild: Hanspeter Schiess, Juli, 2014

Wie ein Lausbubenstreich. So erscheint die Einbruchserie in den Kiosk der Badi Rodenbrunnen in Diessenhofen zunächst, die sich innerhalb von sieben Tagen ereignet hat. Die Bilder der Einbruchsspuren sprechen aber eine andere Sprache. Die Einbrecher haben jeweils die Schiebetüren aufgebrochen und ihre Spuren hinterlassen. «Ich bin schockiert», sagt William Schurmann, der den Kiosk seit diesem Jahr neu pachtet.

Drei Mal sind bis dato unbekannte Täter in den Badikiosk eingebrochen, wie die «Schaffhauser Nachrichten» schreiben. Immer nachts, zuerst vom 14. auf den 15. Juli. Die Beute: unter anderem Münz, Zigaretten und persönliche Gegenstände. Der zweite Einbruch folgte in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli. Beute: Getränke und Chips.

Und beim letzten Einstieg in der Nacht auf vergangenen Dienstag fehlte gar nichts. Insgesamt beläuft sich der Sachschaden auf 3000 Franken, den die Gemeinde Diessenhofen trägt. Das ist mehr als der Schaden für Schurmann durch die erbeuteten Gegenstände in Höhe von zirka 1000 Franken.

Überwachungskamera und Bargeld in Sicherheit

William Schurmann, Kioskpächter Badi Rodenbrunnen.

William Schurmann, Kioskpächter Badi Rodenbrunnen.

Bild: PD

William Schurmann bedauert die Vorfälle sehr, vor allem auch wegen des Auf und Abs zu Beginn dieser Saison. Zunächst verzögerte Corona den Saisonbeginn. Dann lief es eigentlich sehr gut, sagt der 48-Jährige. Bis zu den drei Einbrüchen.

Für die Ermittlungen der Polizei musste Schurmann jeweils seinen Kiosk für mehrere Stunden schliessen. Aufgeben kommt für ihn aber nicht in Frage, sagt er kämpferisch. «Und ein Weltuntergang ist es auch nicht.»

Mittlerweile haben die Verantwortlichen reagiert und beim Kiosk eine Überwachungskamera installiert. Markus Birk, Stadtpräsident von Diessenhofen, sagt:

Markus Birk, Stadtpräsident Diessenhofen.

Markus Birk, Stadtpräsident Diessenhofen.

Bild: Andrea Stalder
«Die Vorfälle sind sehr mühsam.»

Die Gemeinde verpachtet den Kiosk seit diesem Jahr. Unglücklicherweise war die Kamera beim zweiten Einbruch noch nicht installiert. Beim dritten Einbruch sollte die Kamera jedoch die Täterschaft aufgezeichnet haben. Jetzt hofft Birk, «dass wir eine abschreckende Wirkung erzielen können». Und Schurmann seinerseits sorgt dafür, dass nachts jeweils kein Bargeld mehr da ist.

Keine Häufung von Einbrüchen in Diessenhofen

Geschnappt sind die Täter bisher noch nicht, wie es bei der Kantonspolizei Thurgau heisst. «Die Ermittlungen laufen», sagt Polizeisprecher Daniel Meili. Nebst der Einbruchserie in den Badikiosk sei in Diessenhofen zuletzt keine augenfällige Häufung von Einbrüchen erkennbar.

Einzig aus Fahrzeugen haben Unbekannte zuletzt Wertsachen gestohlen. In einem Fall sei jedoch ein Fenster fast zur Hälfte offen gestanden. Im anderen Fall sei das Auto vermutlich unverschlossen gewesen.