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Neue E-Ladestationen in Frauenfeld: Schnell auf eine Tankfüllung Solarstrom

Seit Freitagnachmittag sind zwei neue öffentliche Elektro-Ladestationen in Betrieb. Für nicht einmal zehn Franken hat der E-Flitzer nach zwei Stunden wieder ordentlich Saft. Aber Achtung: Parkgebühren nicht vergessen, sonst gibt’s noch eine Busse.
Mathias Frei
Bei der Ladestation auf dem Marktplatz: Stadtrat Urs Müller, Energiefachstellenleiter Daniel Moos, Stadtrat Ruedi Huber. (Bild: Mathias Frei)

Bei der Ladestation auf dem Marktplatz: Stadtrat Urs Müller, Energiefachstellenleiter Daniel Moos, Stadtrat Ruedi Huber. (Bild: Mathias Frei)

Das Auto auf dem grünen Parkfeld abstellen, ein Parkticket lösen, die Ladestation freischalten, das Kabel aus dem Auto in die Buchse stecken – und fertig. In der Zwischenzeit könne man in der Badi einige Längen schwimmen gehen oder ein paar Einkäufe in der Innenstadt tätigen, empfiehlt Stadtrat Urs Müller, Departementsvorsteher Bau und Verkehr. Die zwei Ladestationen mit je zwei 22 Kilowatt starken Anschlüssen auf dem Marktplatz und an der Schlossmühlestrasse sind zwar schon seit ein paar Tagen in Betrieb. Am Freitagnachmittag aber haben Müller, Stadtratskollege Ruedi Huber als Departementsvorsteher Werke, Freizeitanlagen und Sport sowie Daniel Moos, städtischer Energieberater und Energiefachstellenleiter, die Stromtanke am Marktplatz offiziell eingeweiht.

Kilowattstunde kostet 35 Rappen

Wer Strom zapfen will, berappt pro Füllung eine Grundgebühr von einem Franken. Danach kostet die Kilowattstunde 35 Rappen. Mit der angebotenen Leistung ist eine mittelgrosse Batterie bereits nach zwei Stunden wieder halbvoll. Das kostet dann gerade mal sechs bis sieben Franken pro Stunde. Daheim ist der Strom zwar günstiger, aber bei einem üblichen 3,7-Kilowatt-Anschluss bleibt man schnell eine Nacht am Netz.

«Wer hier tankt, fährt mit 100 Prozent erneuerbarer, lokal produzierter Energie.»
(Ruedi Huber, Stadtrat)

Die Freischaltung der Säule beziehungsweise die Verrechnung kann auf zwei Arten erfolgen. Entweder bezieht man über Ost-Mobil, die grösste Ostschweizer Ladestationen-Betreiberin, ein Tankkarte. Oder man schaltet die Steckdose über eine App frei, bei der man die Kreditkartendaten hinterlegen muss. Eine einfache Handhabe, wie Moos erklärt. Die beiden Doppel-Ladestation stellt Ost-Mobil unentgeltlich zur Verfügung. Die Stadt musste nur die Anschlussverkabelung zu Verfügung stellen. Laut Moos sind die beiden Stationen vandalismussicher und einfach in der Wartung.

Zehn Prozent E-Mobilität bis ins Jahr 2020

2017 betrug der Anteil an E-Mobilität in der Schweiz 2,7 Prozent, es kamen rund 8400 Elektroautos oder Hybridautos neu auf Schweizer Strassen. Die Vereinigung der Schweizer Autoimporteure hat das Ziel, dass 2020 jeder zehnte Neuwagen teil- oder vollelektrifiziert ist. So soll der ab 2020 geltende Kohlenstoffdioxid-Grenzwert von durchschnittlich 95 Gramm pro Kilometer annähernd erreicht werden. (ma)

Sichtbar sind zwar nur zwei Säulen. Dahinter steht aber eine departementsübergreifende Zusammenarbeit. Seitens Müller ist die Energiestadt als politische Wegbereiterin involviert. Seit 2003 ist Frauenfeld Energiestadt, mittlerweile mit Goldlabel. Aber die erste Stromtankstelle gab es schon viel früher, nämlich 1984 auf dem Marktplatz. Den heutigen technischen Anforderungen genüge jene Ladestation aber bei weitem nicht mehr, sagt Müller. Er spricht die Vorbildfunktion der Stadt an. Nicht nur deshalb fördere man die E-Mobilität, etwa im Bereich der Basisinfrastruktur. Und mittlerweile verfügt die Stadt auch über einige E-Autos, die verschiedentlich im Einsatz stehen.

Hubers Werkbetriebe sind in der Zusammenarbeit insofern Dienstleister, dass sie «für ein genug starkes Netz» sorgen, wie Huber sagt. Und das Beste: «Wer hier tankt, fährt mit 100 Prozent erneuerbarer, lokal produzierter Energie.» Der Strom ist aus den städtischen Fotovoltaik-Beteiligungsanlagen.

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