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Schnapsbrenner mit klaren Zielen fürs Gemeindepräsidium Wagenhausen

Roland Tuchschmid kandidiert als Einziger fürs Gemeindepräsidium und Harry Müllers Nachfolge. Als bisheriger Leiter Finanzen bringt er Politerfahrung mit und will die bewährte Zusammenarbeit fortsetzen.
Ursula Junker
Roland Tuchschmid in seiner zur Destillerie umfunktionierten Scheune. (Bild: Ursula Junker)

Roland Tuchschmid in seiner zur Destillerie umfunktionierten Scheune. (Bild: Ursula Junker)

Bei Roland Tuchschmid parkiert man unter dem Klarapfelbaum. Das gibt schon den ersten Hinweis auf die berufliche Tätigkeit. Tuchschmid betreibt eine Schnapsbrennerei in Rheinklingen – und ja, die Klaräpfel werden auch gebrannt.

Derzeit ist der 54-Jährige aber eher politisch engagiert. Tuchschmid, seit fünfeinhalb Jahren im Gemeinderat Wagenhausen vertreten, kandidiert für das Gemeindepräsidium und will die Lücke schliessen, die durch den Rücktritt des bisherigen Gemeindepräsidenten Harry Müller entstanden ist. «Motiviert, angefangene Projekte zu Ende zu führen», gibt er im Flugblatt an, das in die Haushalte versandt wurde.

Die Kontinuität zu wahren, das sei ihm Antrieb für die jetzige Kandidatur, bestätigt Tuchschmid und stellt sich voll und ganz hinter die Investitionspolitik des Gemeinderates während der vergangenen Jahre. Zahlreiche Strassen und Kanalisationen mussten erneuert werden, hinzu kam der vom Bund veranlasste Hochwasserschutz. Das liess den Schuldenberg der Gemeinde anwachsen, was zu erheblicher Kritik auch an der Gemeindeversammlung im vergangenen November führte.

Grosse Kritik an vielen Investitionen

Tuchschmid ist indes überzeugt, dass die Investitionen nötig waren. Ebenso steht er hinter den Projekten, die noch anstehen, etwa die Sanierung der Werkleitungen in Bleuelhausen, wo die Energie Thurgau EKT die Freileitung in den Boden versenkt. Notwendig seien auch die Sanierungen der Hafenanlage und der Fernheizung. Tuchschmid ist überzeugt, dass «die Gemeinde das verkraften kann». Umso mehr, weil etliche Projekte über Gebühren finanziert werden.

Ebenso überzeugt ist Tuchschmid vom kürzlich bewilligten Projekt eines Wohn- und Gewerbehauses, das nebst einer Arztpraxis auch Alterswohnungen enthält. Der Gemeinderat rechnet mit jährlichen Einnahmen, die dazu beitragen sollen, die finanzielle Lage zu verbessern. Gleichzeitig mahnt Tuchschmid aber auch, künftig zurückhaltend zu sein. Allenfalls sei in die «weiche Infrastruktur» investieren.

«Da gilt es, den Bedarf genau abzuklären, verfügt die Gemeinde doch über ein funktionierendes Alterskonzept, und mit dem Mittagstisch ist ein Teil der ausserschulischen Betreuung gesichert.»

Danach befragt, was ihn denn für die Kandidatur motiviert habe, berichtet Tuchschmid vom spontanen und grossen Einsatz der Rheinklinger bei seiner Wahl in den Gemeinderat vor sechs Jahren. Jetzt geht es ihm darum, die Stabilität und die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat weiterzuführen. «Wir haben ein gutes Einvernehmen», betont Tuchschmid.

Gelernter Landwirt mit Meisterprüfung

Privat betreibt er – verheiratet und Vater von drei Töchtern – eine Schnapsbrennerei. «Ich beheize sie mit dem eigenen Holz», sagt er. Tuchschmid ist gelernter Landwirt und hat die Meisterprüfung absolviert. Er arbeitete in verschiedenen grossen und kleineren Bauernbetrieben und erwarb sich dabei auch die Kenntnis der Schnapsbrennerei.

2001 kaufte er den Sonnhaldehof, allerdings ohne Landwirtschaftsland. Auf den 40 Aren rund um den Hof gedeihen Obstbäume für den Eigenbedarf. Zusätzlich betreibt Tuchschmid eine Schweinemast, und im eigenen Wald schlägt er das notwendige Holz für Haus und Betrieb.

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