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Hüttlinger Gemeindeversammlung verabschiedet Gemeinderat Manfred Manser

Aufgrund dringender Investitionen müsse man sich bald vom niedrigen Steuerfuss verabschieden – so der Tenor an der Rechnungsgemeinde in Hüttlingen.
Christof Lampart
Der scheidende Gemeinderat Manfred Manser wird durch Gemeindepräsident Florian Ibig verabschiedet. (Bild Christof Lampart)

Der scheidende Gemeinderat Manfred Manser wird durch Gemeindepräsident Florian Ibig verabschiedet. (Bild Christof Lampart)

Die Hüttlinger Rechnungsgemeinde stand ganz im Zeichen des Geldes. Praktisch jede Gemeindeinvestition wurde vom Souverän kritisch hinterfragt. 72 Stimmberechtigte waren hierfür am Dienstagabend in die evangelische Kirche gekommen.

Kritische Voten und Fragen musste sich der Gemeinderat auch dann gefallen lassen, wenn eigentlich offensichtlich war, dass man die eine oder andere zusätzliche Arbeit ausführen sollte, um Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen.

Zu heftig stiess einigen Votanten die von Gemeindepräsident Florian Ibig überbrachte Nachricht auf, dass wahrscheinlich zeitnah der Steuerfuss massiv nach oben angepasst werden müsse, um notwendige Investitionen stemmen zu können. «Wir werden einen Steuerfuss von 65 Prozent brauchen und werden dann auf dem Niveau von Amlikon-Bissegg, Pfyn oder Wigoltingen sein», so Ibig. Aktuell liegt der Steuerfuss in Hüttlingen bei 54 Prozent. Doch obwohl die einzelnen Posten intensiv diskutiert wurden – am Ende wurden sowohl die Jahresrechnung 2018 als auch die Investitionsprojekte alle grossmehrheitlich – bei wenigen Nein und Enthaltungen – gutgeheissen.

«Die so vermeintlich eingesparte Summe, wird also unser Budget 2019 zusätzlich belasten.»

Die Jahresrechnung schloss bei einem Aufwand von rund drei Millionen Franken mit einem Defizit von 152000 Franken ab; das Minus, das um 100000 Franken tiefer als budgetiert ausfiel, wurde dem Eigenkapital belastet. Allerdings ist die Freude darüber verfrüht, rührt doch die Besserstellung daher, dass einige Bauarbeiten, die eigentlich 2018 fertig werden sollten, erst 2019 fertig wurden. «Die so vermeintlich eingesparte Summe, wird also unser Budget 2019 zusätzlich belasten», erklärte der Gemeindepräsident.

Die Kreditanträge für die Mehraufwendungen bei der Entwässerung der Strasse Steinäcker (170 000 Franken), dem Einbau neuer Leerrohre an der Bahnhofstrasse in Mettendorf (253 000 Franken) und dem Ersatz der Strassenbeleuchtung am selben Ort (107 000 Franken) fanden ebenso den Support der Bevölkerung wie das Reglement des Elektrizitätswerks und der Nachtragskredit für die periodischen Wiederinstandstellungen der Flur- und Waldstrassen in der Höhe von 1,1 Millionen Franken.

Zum Abschluss der Versammlung wurde der scheidende Gemeinderat Manfred Manser für seine 32 Jahre lange währende Tätigkeit in der Exekutive mit warmen Worten und einem Geschenk durch Gemeindepräsident Florian Ibig geehrt.

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