Schiffsmodell zügelt in Steckborner Werft

Das sieben Meter lange Versuchsexemplar des geplanten neuen Dampfers auf dem Untersee ist nun in Steckborn beheimatet.

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Jürg Tschiemer, Eduard Looser und Raimund Hipp mit der Visualisierung des geplanten Dampfers, dahinter die Transportkiste.

Jürg Tschiemer, Eduard Looser und Raimund Hipp mit der Visualisierung des geplanten Dampfers, dahinter die Transportkiste.

Bild: PD

(red) Viele, die den alten Schaufelraddampfer «Schaffhausen» noch erlebt haben, wünschen sich ein Dampfschiff auf dem Untersee und Rhein zurück. Diesen Wunsch zu verwirklichen hat sich der Verein «Pro Dampfer» als Ziel gesetzt. Vor einem Jahr wurde das 7-Meter-Modell des neuen Dampfschiffs, das für Schleppversuche im Strömungskanal in Potsdam eingesetzt wurde, in Schaffhausen der Öffentlichkeit präsentiert und anschliessend bei der Firma Holenstein Transporte eingelagert.

Da dort die Lagerung nicht mehr möglich war, musste ein neuer Platz gesucht werden. Gefunden wurde er im Schiffswerk Leu Bootsbau in Steckborn, teilt der Verein Pro Dampfer mit. Die mehrere hundert Kilo schwere Kiste mit dem Modell wurde vor kurzem angeliefert und vom bisherigen Betreuer des Modells, dem früheren Vereinskassier Eduard Looser, dem Vereinspräsidenten Raimund Hipp übergeben.

Passender Werftbetrieb stünde zur Verfügung

Vorstand und Präsident des Vereins «Pro Dampfer» danken der Firma Holenstein für den zuverlässigen Transport nach Steckborn und dafür, dass das Modell während eines ganzen Jahres unentgeltlich gelagert werden durfte. Jürg Tschiemer, Gründer vom Schiffswerk und Inhaber der Immobilie, und seinem Nachfolger Simon Leu gelte ein besonderer Dank für die neue Lösung, schreibt der Verein.

«Vor allem weil so gewährleistet ist, dass bei allfälligen Änderungsarbeiten am Modell der passende Werftbetrieb gleich zur Verfügung steht.»

Dampf am Horizont

Der Verein Pro Dampfer stellte in Schaffhausen das Schiffsmodell vor, das von den Schleppversuchen im deutschen Potsdam zurückgekehrt ist. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf mindestens zwölf Millionen Franken.
Thomas Güntert