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Schafzucht in Herrenhof: Verein gegen Tierfabriken demonstriert friedlich in Frauenfeld

Erwin Kessler gibt nicht auf. Der Verein gegen Tierfabriken veranstaltete am Samstagnachmittag eine Demonstration zum Fall Herrenhof. Gefordert wurde der Rücktritt des zuständigen Regierungsrates Walter Schönholzer sowie des Kantonstierarztes Paul Witzig.
Maria Keller
Lämmer auf dem Hof des Schafzüchters in Herrenhof. (Bild: Andrea Stalder, 16. Oktober 2018)

Lämmer auf dem Hof des Schafzüchters in Herrenhof. (Bild: Andrea Stalder, 16. Oktober 2018)

Es war eine friedliche Demonstration, die am Samstagnachmittag auf dem Bahnhofplatz stattgefunden hat. Friedlich, aber aussagekräftig.
Am Strassenrand stehen rund dreissig Mitglieder des Vereins gegen Tierfabriken (VgT). Sie halten Fackeln in einer, Banner und Plakate in der anderen Hand. «Angsthasen und Wegschauer brauchen wir nicht» steht darauf. Oder «Oh Thurgau, wie schön haben es Tierquäler bei dir». Und immer wieder sind die Gesichter von Regierungsrat Walter Schönholzer und Kantonstierarzt Paul Witzig darauf zu sehen. Ziel der Aktion ist laut Vereinspräsident Erwin Kessler: «Die Bevölkerung soll aufgeklärt werden.»

«Die Behörden haben nichts dazugelernt.»

Anlass für die Protestaktion ist der «Fall Herrenhof», in dessen Rahmen die Tierschützer einen Thurgauer Schafhalter der Tierquälerei beschuldigen. Im Oktober reichte der Verein gegen den Züchter eine Strafanzeige ein, als Beweis galt ein vom Nachbarn gedrehtes Video. Der VgT forderte ein sofortiges Tierhalteverbot für den Bauern. Nach einer Kontrolle auf dessen Hof ist diese Forderung nicht umgesetzt worden. Diskutiert wird seither unter anderem über die Echtheit des Videos. Weitere Untersuchungen sind laut Staatsanwaltschaft und Veterinäramt am Laufen.

Kessler findet klare Worte zum Fall Herrenhof. «Die Behörden sehen offenbar keinen Handlungsbedarf. Sie verharmlosen, streiten ab und leugnen. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis wieder etwas dieser Art geschieht.» Kessler wettert auch gegen die Medien, welche die «amtliche Desinformation» kräftig unterstützen würden. Was hier geschehe, sei ein zweites Hefenhofen, man habe nichts dazugelernt. Die Forderung des Vereins ist klar: «Wie wollen einen Rücktritt Schönholzers und die Absetzung des Tierarztes Witzig.»

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