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Schädelhirntraumata, Rippenbrüche, blutiger Husten: Bundesstrafgericht spielt den Ball nach Unfällen auf Wasserrutsche zurück in den Thurgau

Die Thurgauer Staatsanwaltschaft muss die Strafuntersuchungen nach mehreren Unfällen auf der «Summerslide»-Wasserrutsche in Steckborn im Sommer 2018 abschliessen. Das hat das Bundesstrafgericht entschieden.
Forensiker untersuchen die «Summerslide»-Wasserrutsche nach mehreren Unfällen. (Bild: Reto Martin (Steckborn, August 2018))

Forensiker untersuchen die «Summerslide»-Wasserrutsche nach mehreren Unfällen. (Bild: Reto Martin (Steckborn, August 2018))

(sko) Diverse Körperverletzungen, darunter Schädelhirntraumata, Rippenbrüche und Frakturen der Wirbelsäule: So lauteten mehrere Diagnosen von fünf wagemutigen Personen, die sich im Sommer 2018 in Steckborn über die Wasserrutsche «Summerslide» des Veranstalters Promotion Tools in den Untersee schleudern liessen. Eine Person hustete nach dem Sprung in den See Blut und ertrank beinahe.

Aufgrund mehrerer Anzeigen wegen fahrlässiger Körperverletzung eröffnete die Thurgauer Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung, die zwar bis heute in Gang ist, sich nun aber im Abschluss befindet. Denn am Donnerstag hat das Bundesstrafgericht nach monatelangem Stillstand beschlossen, dass die Thurgauer Strafverfolgungsbehörden definitiv für den Fall zuständig sind (BG.2019.38).

Staatsanwaltschaft in der Waadt lehnt den Fall ab

Zum Streit um die Zuständigkeit ist es gekommen, weil sich im Sommer 2017 bei einem ähnlichen Anlass in Pully am Genfersee mit demselben Veranstalter rund 80 Personen verletzt hatten und die Untersuchungsbehörden in der Waadt ebenfalls ein Verfahren eröffneten.

Deshalb wollte die Thurgauer Staatsanwaltschaft den Fall an ihren Kollegen in der Waadt übergeben. Die dortige Staatsanwaltschaft lehnte den Fall jedoch ab, woraufhin die Zuständigkeit vor Bundesstrafgericht in Bellinzona geklärt werden musste.

Befragung von Projektleiter der Veranstaltung

Nachdem nun die Zuständigkeit geklärt ist, geht die Strafuntersuchung laut Entscheid des Bundesstrafgerichts in die definitive Schlussphase. Die Untersuchungen in der Waadt jedenfalls seien mittlerweile eingestellt, teilt die Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Im Kanton Thurgau hingegen sei die Strafuntersuchung weit fortgeschritten und müsse nun auch dort abgeschlossen werden. Der Projektleiter der Veranstaltung wurde vergangenes Jahr zweimal als Auskunftsperson befragt und im Juni als Beschuldigter. Bei der Staatsanwaltschaft Thurgau waren die zuständigen Personen für Stellungnahmen nicht erreichbar.

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