SC Aadorf wünscht sich Mädchenteam

Der SC Aadorf hat drei Schnuppertrainings für fussballbegeisterte Mädchen durchgeführt. Ziel des Vereins ist es, dereinst mit genügend Spielerinnen in den Meisterschaftsbetrieb zu starten.

Kurt Lichtensteiger
Drucken
Teilen
Könnte bald ein gewohntes Bild sein: Mädchen auf dem Aadorfer Fussballplatz (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Könnte bald ein gewohntes Bild sein: Mädchen auf dem Aadorfer Fussballplatz (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Über die drei Mittwochnachmittage gesehen, fanden sich rund 20 Primarschülerinnen auf dem Sportplatz «Unterwiesen» ein, wo die Girls unter der fachkundigen Leitung von Antonella Rodriguez und Patrick Bitzer ins ABC des Fussballspiels eingeführt wurden. An Spielfreude im Umgang mit dem Ball habe es den interessierten Mädchen nicht gefehlt, lautete das erste Fazit.

Doch bekanntlich ist jeder Anfang schwer, was nicht nur für die jungen Spielerinnen gilt, sondern insbesondere auch für den organisierenden Verein SC Aadorf, der das Pilotprojekt inszeniert hatte. Ziel ist es, dereinst 20 bis 25 Fussballerinnen zusammen zu bringen, um später einen regelmässigen Spielbetrieb aufnehmen zu können. Im besten Fall dürfte dies nicht vor dem nächsten Sommer der Fall sein.

Weitere Interessentinnen willkommen

Bildlich gesehen kann man von einer zarten Pflanze sprechen, die getränkt werden muss, um schliesslich einmal zum Blühen zu kommen. Ein- bis zweimal wöchentlich trainieren, sich in Ballfertigkeit zu üben und in einem Team zusammenwachsen, soll auch den Mädchen ermöglicht werden. Gleichberechtigung eben.

Am Anfang könnten einige Freundschaftsspiele stehen, ehe an eine Teilnahme am Meisterschaftsbetrieb zu denken ist. Davon ist man aktuell jedoch noch etwas entfernt, solange sich nicht rund zwei Dutzend Mädchen verpflichten lassen. Mit Antonella Rodriguez hat sich eine engagierte Person bereit erklärt, die Leitung zu übernehmen.

Was in Elgg, Eschlikon, Wängi und Münchwilen möglich geworden ist, könnte auch in Aadorf zur Institution gehören. Nach einer Umfrage bei den Trainingsbesucherinnen soll über das weitere Vorgehen entschieden werden, wie derSportchef des SC Aadorf Patrick Bitzer verlauten liess.