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Sanierung Schloss Sonnenberg in Stettfurt: Nach dem Dach nun die Fassade

Ein neues Team von regionalen Sachverständigen soll die Sanierung von Schloss Sonnenberg begleiten.
Claudia Koch
Das eingerüstete Schloss Sonnenberg. Als nächstes steht die Sanierung der Fassade an. (Bild: Donato Caspari)

Das eingerüstete Schloss Sonnenberg. Als nächstes steht die Sanierung der Fassade an. (Bild: Donato Caspari)

Wie steht es mit den Bauarbeiten auf Schloss Sonnenberg? Seit zwölf Jahren beschäftigt diese Frage nicht nur die Stettfurter Bevölkerung, sondern auch die Region. Um Antworten zu finden, lud die CVP Matzingen-Stettfurt-Thundorf den Stettfurter Gemeindepräsidenten Markus Bürgi sowie den Leiter der kantonalen Denkmalpflege Ruedi Elser zu einem Morgentreff.

«Wenn nur so viele Personen jeweils eine Gemeindeversammlung besuchen würden», flachste Bürgi und begrüsste die über 70 Interessierten am Samstagvormittag im voll besetzten Tscharnerhaus. Bevor Bürgi über die Rolle der Gemeinde sprach, berichtete Elser über die abgeschlossenen Sanierungsarbeiten. So wurden 2016 und 2017 die statische Sanierung und die Grundsanierung durchgeführt. Ab 2018 widmete man sich dem Dach und schloss 2019 dessen Sanierung ab. «Glauben Sie mir, zu dieser Zeit wurde der Kran regelmässig eingesetzt», sagte Elser, der auf den Übernamen Kranenberg anspielte.

Kapelle und Rittersaal zeitweise öffentlich

Die dringend anstehende Fassadenrenovation verzögere sich wegen eines Personalwechsels bei der Bauherrschaft. Besonders im Auge behalten werde die Denkmalpflege die Restaurierung der Kapelle und des Rittersaals, die zeitweise wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Bürgi zeigte danach auf, welche Aufgaben die Gemeinde innehat. «Als Baubewilligungs- und Baupolizeibehörde treffen wir uns mit der Denkmalpflege regelmässig mit der Bauherrschaft», sagte Bürgi.

Eine weitere Aufgabe sei die Auszahlung der Beiträge gemäss dem Natur- und Heimatschutzgesetz (NHG), die sich Gemeinde, Kanton und der Bund teilen, da das Schloss von nationaler Bedeutung ist. Bürgi setzt weiterhin auf Kommunikation:

«Das Schloss sorgt für Emotionen, umso wichtiger ist es, möglichst aktiv zu informieren, auch wenn der Eigentümer nicht gleicher Meinung ist.»

Baha hat erneut signalisiert, hier einst wohnen zu wollen

Fortschritte sieht Bürgi darin, dass ein neues Team von Sachverständigen wie Architekten und Spezialisten aus der Region aufgestellt werden soll. Auch hat der neue Ansprechpartner klar signalisiert, dass das Schloss fertig saniert werden soll und die Familie Baha hier auch wohnen will.

Beim Zeitplan setzte Bürgi bewusst ein Fragezeichen:

«Ich bin der vierte Gemeindepräsident, der sich mit der Schlossrenovierung beschäftigt. Deshalb werde ich keinen Zeitpunkt für die Fertigstellung nennen.»

Künftig will der Gemeinderat den Kontakt intensivieren, die Bauherrschaft weiterhin begleiten, aber auch die Substanz im Auge behalten und intervenieren, sollte die Fassadenrenovation auf sich warten lassen. Eine Frist zu setzen, wie es eine Votantin forderte, sei aus vertraglichen Gründen nicht möglich, sagte Bürgi. Ein Restaurant wie einst, sei wieder geplant, sagte Elser auf Anfrage.

Ein weiterer Votant forderte mehr Druck von der Gemeinde. «Druck erzeugt Gegendruck, dies wäre im Moment kontraproduktiv», sagte Bürgi. Ausserdem erinnerte er daran, dass das Schloss in Privatbesitz ist. Aber der Rat setze alles daran, dass Stettfurt das Schloss so zurückerhält, wie es die Gemeinde verdient hat.

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