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Sag niemals nie zu Fusionen: Das gilt auch für den Gemeinderat von politisch Herdern

In der Antwort auf die Fusionspetition betont der Gemeinderat das funktionierende Gemeinwesen. Man will sich aber in der zweiten Legislaturhälfte mit allen angrenzenden Gemeinden zur Thematik austauschen.
Mathias Frei
Blick von Herten ob Frauenfeld auf die Politische Gemeinde Herdern: links Herdern, in der Mitte die Weiler Wilen und Ammenhausen, rechts Lanzenneunforn. (Bild: Andrea Stalder)

Blick von Herten ob Frauenfeld auf die Politische Gemeinde Herdern: links Herdern, in der Mitte die Weiler Wilen und Ammenhausen, rechts Lanzenneunforn. (Bild: Andrea Stalder)

Zurückhaltend positiv: So lässt sich wohl die Reaktion des Herdermer Gemeinderats auf die Fusionspetition der Bürgergruppe «Zukunft Gemeinde Herdern» am treffendsten zusammenfassen. Die Gruppe hatte vergangenen Herbst innert zwei Wochen 294 Unterschriften in der Gemeinde gesammelt. Das Ziel der Petition: die Prüfung einer Fusion mit einer angrenzenden Gemeinde im Sekundarschulkreis, also mit Warth-Weiningen und/oder Hüttwilen.

Die Petitionsantwort des Gemeinderats ist in der aktuellen Ausgabe von «Info Herdern» veröffentlicht. Da heisst es:

«Die Politische Gemeinde Herdern ist nach wie vor in der Lage, ihre Aufgaben professionell zu erledigen. Die notwendigen personellen Ressourcen, auch politischer Art, können rekrutiert werden.»

Auch finanziell sei man gut positioniert, «trotz bescheidener Grösse und erheblicher Infrastrukturprojekte». Bereits 2013 seien im Vorfeld einer möglichen Reorganisation der Feuerwehr Grundlagengespräche zwecks möglicher Fusion mit Hüttwilen und Pfyn geführt worden. Letztlich blieb man im Feuerwehrbereich eigenständig. Herderns Behörde habe sich «damals nach wie vor offen für eine vertiefte Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden sowie für Fusionsgespräche in mittelfristiger Zukunft» gezeigt. Letztlich seien sich aber alle Gesprächsteilnehmer einig gewesen, dass Fusionsgespräche zu jenem Zeitpunkt verfrüht gewesen wären.

Druck von aussen soll es nicht mehr geben

Wie es in der Petitionsantwort heisst, ist der Gemeinderat der Ansicht, dass sich eine Fusion unter Druck, wie vor rund 20 Jahren, nicht wiederholen sollte.

«Der notwendige Blick über den Tellerrand hinaus soll dazu dienen, frühzeitig gemeinsame Überlegungen anzustellen und eine gemeinsame Zusammenarbeit zu ermöglichen.»

Diesem Grundsatz entsprechend hat sich der Gemeinderat einerseits von alt Kantonsrat Christoph Tobler (SVP) informieren lassen. Er war im Grossen Rat zuständiger Kommissionspräsident für die Gemeindefusionen vor rund 20 Jahren. Andererseits erfolgte eine Diskussion, wie man die Thematik der Gemeindefusionen angehen wolle. Daraus habe man folgende Haltung im Sinne eines Legislaturziels entwickelt:

«Der Gemeinderat wird alle angrenzenden Gemeinden zu einem ersten bilateralen Austausch hinsichtlich der Möglichkeit einer weitergehenden Zusammenarbeit bis hin zum Anstoss von Fusionsgesprächen einladen.»

Das sind also nebst Hüttwilen und Warth-Weiningen, wie von der Bürgergruppe vorgeschlagen, auch die Gemeinden Mammern, Homburg und Pfyn. Um «möglichst optimale Gesprächsvoraussetzungen ohne zeitlichen Druck» zu schaffen, sieht der Gemeinderat diese Gespräche in der zweiten Hälfte der eben angelaufenen Legislatur. Über deren Ergebnisse werde zeitnah orientiert, heisst es weiter.

Bei der Petitionsübergabe Ende Oktober 2018: Patrick Bucher von der Bürgergruppe «Zukunft Gemeinde Herdern» und Gemeindepräsident Ulrich Marti. (Bild: Andrea Stalder)

Bei der Petitionsübergabe Ende Oktober 2018: Patrick Bucher von der Bürgergruppe «Zukunft Gemeinde Herdern» und Gemeindepräsident Ulrich Marti. (Bild: Andrea Stalder)

Der Gemeinderat dankt den Petitionären «für ihr Engagement im Sinne einer langfristigen Gestaltung der Zukunft der Politischen Gemeinde Herdern». Die Bürgergruppe ihrerseits will in einem nächsten Schritt die Diskussion mit der Behörde suchen, wie Christoph Brodmann von «Zukunft Gemeinde Herdern» auf Anfrage erklärt.

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