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Frauenfelder Vogelschützer suchen Helfer für Inventarisierung

Der Natur- und Vogelschutzverein Frauenfeld erfasst die Gebäudebrüter in der Stadt. Für den zweiten Teil des Projekts sucht er nun weitere Helfer.
Andreas Taverner
Ein junger Hausrotschwanz plustert sich auf einem Ast des Kirschbaums im Garten des Naturmuseums. (Bild: Andreas Taverner)

Ein junger Hausrotschwanz plustert sich auf einem Ast des Kirschbaums im Garten des Naturmuseums. (Bild: Andreas Taverner)

Alle schauten nach oben. «Sind das nun Alpensegler?», mutmasste eine Gruppe vor dem Naturmuseum, dem Treffpunkt für die rund einstündige Begehung in der Altstadt. Der Natur- und Vogelschutzverein Frauenfeld (NVVF) hatte dazu eingeladen, die ersten Erkanntnisse aus dem Gebäudebrüter-Inventar des vergangenen Jahres draussen und danach auch im Naturmuseum zu erfahren.

Unter der Leitung von Margrit Schilling und Sandra Schweizer marschierte die Gruppe vom Museum über die Untere Grabenstrasse und Spannerstrasse zurück zum Museum. Schilling zeigte und erklärte erste Erfolge am Beispiel der Mauersegler beim Regierungsgebäude. Dieses war in den Jahren 2011 und 2012 renoviert worden. Da der NVVF frühzeitig das Projekt begleiten konnte, wurde den Mauersegler unter dem Dach Löcher für Nester angebracht.

Mit konzentriert suchen die Exkursionsteilnehmer den Himmel und die Unterdächer an der Grabenstrasse ab. (Bild: Andreas Taverner

Mit konzentriert suchen die Exkursionsteilnehmer den Himmel und die Unterdächer an der Grabenstrasse ab. (Bild: Andreas Taverner

Mangelnde Nistplätze an neuen Gebäuden

Es sollen laut Schilling nun wieder sechs bis sieben Brutpaare eine Heimat gefunden haben. Leider verläuft es nicht immer so vorbildlich wie geschildert. Wo verdichtet gebaut wird, seien die Gebäude im Gegensatz zu älteren Immobilien fast hermetisch abgeschlossen. So fänden die brütenden Vögel kaum mehr einen Nistplatz unter einem Dach.

«Mit der Inventarisierung soll erreicht werden, dass bei Umbauten und Renovationen keine geschützten Nester zerstört werden und dadurch die Vögel und ihre Brut besser geschützt sind», erläuterte Daniel Schöpfer vom städtischen Amt für Hochbau und Stadtplanung. Um das Inventar dieses Jahr noch fertig zu stellen und später online der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, benötigt der NVVF noch mehr Helfer.

Grundlage für Beurteilung von Baugesuchen

Laut Schilling sind es rund 7000 Gebäude, die zwischen Juni und Ende August beobachtet und allfällige Vogel-Vorkommen protokolliert werden müssen. Ist die Arbeit beendet, soll das Inventar zukünftig als Grundlage dienen, um Baugesuchen zu beurteilen.

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