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«Beersbee», WM-Verlierer und solche, die bald ihren Lehrabschluss feiern

Bevor das Open Air Frauenfeld seine Türen öffnete, vertreiben sich einige Besucher die Zeit beim Frisbeespielen mit Bier. Andere stehen zu ihren Farben und für zwei Weitere könnte das Open Air wie Weihnachten und Geburstag gleichzeitig werden.
Viola Stäheli
Hip-Hop-Fans strömen auf das Festival-Gelände. (Bilder: Andrea Stalder)

Hip-Hop-Fans strömen auf das Festival-Gelände. (Bilder: Andrea Stalder)

Zwei Bierbüchsen, zwei Stangen und ein Frisbee – das braucht es fürs «Beersbee». Wenn zwei dieses Spiel beherrschen, sind das die beiden Nidwaldner Dominic Bucher aus Buochs und Orlando Syfrig aus Ennetbürgen. Sie vertreiben sich damit die Zeit, bevor in einer Stunde die Türen fürs Open Air Frauenfeld 2018 geöffnet werden. «Wir haben uns das selbst zusammengebastelt», sagt Bucher mit einem Grinsen. Dafür gebraucht haben sie ein Wasserrohr, das sie halbiert und jede Hälfte mit einem Holzaufsatz versehen haben. Dann noch ein Frisbee, zwei leere Bierbüchsen, für jeden ein volles Bier, und das Spiel kann losgehen: Das Ziel ist es, die Bierbüchse des Gegners zu treffen. Ist das geschafft, muss der andere einen Schluck trinken. Fällt die Büchse dreimal hinunter, muss das Bier geleert werden. «Die Regeln können auch anders sein – wir spielen aber so», sagt Syfrig. Die zwei Nidwaldner sind schon zum achten Mal in Folge am Open Air Frauenfeld. Deshalb freuen sie sich auf die Acts, die zum ersten Mal auf den Bühnen stehen. Aber auch auf Eminem sind sie gespannt, der bereits zum zweiten Mal in Frauenfeld gastiert. «Eigentlich mag ich lieber die kleineren Konzerte, die in der ‹La Fabrik› sind, vor den Hauptbühnen drängen sich zu viele Leute», sagt Bucher. Beinahe hätten die beiden aber gar nicht ans Open Air kommen können: Sie hatten keine Tickets, konnten sich aber als Mitarbeiter der Migros doch noch zwei sichern. «Die Migros verkauft einige Tickets intern, dafür muss man aber sehr schnell sein.» Und das haben sich Syfrig und Bucher nicht zweimal sagen lassen.

Orlando Syfrig und Dominic Bucher bei einer verdienten Pause beim «Beersbee».

Orlando Syfrig und Dominic Bucher bei einer verdienten Pause beim «Beersbee».

Russland steht nicht mehr im Fokus

Sie fallen auf: Nicht wegen der weissen T-Shirts, sondern wegen des abgedruckten Logos. Lena Lauble und Pascal Wodarz sind mit dem Fussballtrikot der deutschen Nationalmannschaft ans Open Air Frauenfeld gereist. Sie beide wohnen in St. Georgen im Schwarzwald. «Ja, wir stehen zu Deutschland, auch wenn sie nicht mehr an der Weltmeisterschaft mitspielen», sagt Wodarz lachend und trinkt einen Schluck aus seiner Bierbüchse – die ebenfalls mit den Farben Deutschlands versehen ist. Nach Russland sind Wodarz und Lauble nicht gereist, aber dafür haben sie die Reise nach Frauenfeld umso lieber angetreten. Bereits zum dritten Mal sind sie am Festival und freuen sich vor allem auf eines: Das Zusammensein mit ihren Freunden. Das Open Air Frauenfeld ist komplett ausverkauft, auch Lauble und Wodarz mussten sich bemühen, damit sie an Tickets kamen. Am ersten Tag des Verkaufs haben sie mit drei Computern gleichzeitig versucht, Tickets zu erwerben. Und das hat geklappt: Sie und ihre Freunde sind nun am Festival. «Einige kommen aber erst morgen», sagt Lauble. Das Gespräch hat die neben Lauble und Wodarz wartende Gruppe mitbekommen und klinkte sich ins Gespräch ein. Auch die drei jungen Männer aus Baden haben es geschafft Tickets zu kaufen – und hatten sogar noch eines zu viel, welches sie für 300 Franken weiterverkauft haben. Das war aber vor der Bekanntgabe, dass Eminem auf der Bühne stehen wird. Danach wurden die Tickets mit Preisen bis zu 1000 Franken gehandelt. Alle sind sich einig: Dieser Preis ist viel zu hoch.

Pascal Wodarz und Lena Lauble zeigen stolz ihr Fussballtrikot am Open Air.

Pascal Wodarz und Lena Lauble zeigen stolz ihr Fussballtrikot am Open Air.

Der Lehrabschluss ist zum Greifen nah

Ilona Kapera und Elena Di Meo haben ein Lachen im Gesicht. Sie freuen sich, am Open Air zu sein. Bereits anderthalb Stunden warten sie vor dem VIP-Eingang, bis sie endlich aufs Gelände können. Aber das macht ihnen nichts aus: «Das Open Air Frauenfeld ist für mich ein Highlight des Jahres», sagt Kapera. Und auch Di Meo stimmt zu: «Ich nehme mir immer extra Ferien. Und das mache ich gerne, denn ich liebe diese Tage in Frauenfeld.» Die beiden jungen Frauen aus Winterthur sind nicht zum ersten Mal am Open Air. Kapera ist zum dritten und Di Meo zum vierten Mal am Festival mit dabei. Dieses Jahr ist es aber für beide etwas Besonderes: Am Freitag erhalten sie Bescheid, ob sie ihre Lehrabschlussprüfungen bestanden haben. «Wir hoffen, dass wir dann richtig feiern können», sagt Di Meo und blickt Kapera an. Diese nickt optimistisch. Di Meo und Kapera sind mit weiteren acht Freunden am Open Air und sind auf die Auftritte von J. Cole, Migos und Skepta gespannt. Aber die beiden Frauen freuen sich nicht nur auf die Acts, sondern auch auf die Zeit auf dem Festivalgelände. Di Meo meint, dass am Open Air Frauenfeld die Leute sehr entspannt und gut aufgelegt seien. «Aber Idioten gibt es überall», fügt sie an. Ihr gefalle am Open Air auch, dass man tun könne, was man wolle, aber nichts müsse. Die Freude übers Open Air ist Kapera und Di Meo anzumerken. Deshalb haben sie sich am ersten Tag des Verkaufstarts Tickets ergattert. Und sie haben deshalb das Glück am Festival zu sein: Einige ihrer Freunde wollten sich später ein Ticket kaufen - da gab es aber keine mehr.

Ilona Kapera und Elena Di Meo hoffen, dass sie ihren Lehrabschluss geschafft haben.

Ilona Kapera und Elena Di Meo hoffen, dass sie ihren Lehrabschluss geschafft haben.

(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
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(Bild: Reto Martin)
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(Bild: Reto Martin)
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(Bild: Andrea Stalder)
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36 Bilder

Der Mittwoch am Open Air Frauenfeld

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