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Runde Frischzellenkur für Frauenfelder Spezialkreisel

Kanton und Stadt sanieren den Talbachkreisel aus den 90er-Jahren für rund 350'000 Franken. Dafür erforderlich ist eine Komplettsperrung. Bekanntheit erlangte der Talbachkreisel wegen eines Videos.
Samuel Koch
Am Talbachplatz führen Zürcher-, Bahnhof-, Häberlin- und Talackerstrasse ineinander. Am linken Bildrand: der Zürcherhof.Bild: Olaf Kühne

Am Talbachplatz führen Zürcher-, Bahnhof-, Häberlin- und Talackerstrasse ineinander. Am linken Bildrand: der Zürcherhof.Bild: Olaf Kühne

Unvergessen sind die nächtlichen Aufnahmen, als Fahrzeuge bei Glatteis reihenweise in den Talbachkreisel glitten, der deshalb schweizweit in den Fokus der Aufmerksamkeit rückte. Die Kommentare überhäuften sich, worauf diese Zeitung titelte: «Sauglattismus am Talbachkreisel». Der bekannteste Kreisel Frauenfelds erhält nun eine bauliche Frischzellenkur, die ab Montag, 23. September, rund vier bis fünf Wochen andauert.

In der Statistik des federführenden Tiefbauamts des Kantons weist der Talbachkreisel als Verkehrsknoten grosses Unfallpotenzial auf, wie Projektleiter Jürg Schär meint. Er sagt:

«Der Knackpunkt liegt darin, dass Verkehrsteilnehmer im fünfachsigen Kreisel oft mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind.»

Jürg Schär, Projektleiter kantonales Tiefbauamt. (Bild: PD)

Jürg Schär, Projektleiter kantonales Tiefbauamt. (Bild: PD)

Spontan kann Schär keinen anderen «Fünfachser» im ganzen Kanton Thurgau aufzählen. Nebst den zwei Achsen der Zürcherstrasse münden mit der Bahnhof-, der Häberlin- und der Talackerstrasse drei weitere in den Talackerkreisel, den laut Statistik täglich bis zu 12'500 Fahrzeuge passieren.

Fehlende Übersicht durch Winkelungleichheit

Nebst den fünf Einmündungen und dem in die Jahre gekommenen Belag erschwert die Übersicht die Verkehrssicherheit des Kreisels aus dem Jahr 1993, als er die damalige Kreuzung beim Zürcherhof ersetzte. «Und die Einfahrten sind nicht winkelgleich», meint Schär.

Deshalb bauen die Strassenarbeiter nebst neuem Belag auch neue Leitinseln und einen neuen Innenring ein. «Die alten Eisenbahnschwellen kommen weg und werden durch Randabschlüsse aus Beton ersetzt», sagt er. Durch engere Zufahrten erhoffen sich die Verantwortlichen eine wesentliche Temporeduktion der Verkehrsteilnehmer.

Und im gleichen Atemzug wird die Stadtbushaltestelle Talbach auf der Zürcherstrasse stadteinwärts behindertengerecht umgebaut und mit einer höheren Einsteigekante versehen. Der Gesamtkostenvoranschlag liegt bei 350'000 Franken, wobei sie Kanton und Stadt hälftig teilen.

Andere Grossbaustelle geht bald in zweite Phase

Für die Baustellendauer bis Ende Oktober bleibt der Talbachkreisel für den Verkehr befahrbar. Hingegen für die Belagsarbeiten bleibt der Kreisel während dreier Tage, voraussichtlich übers Wochenende vom 19. bis 21. Oktober, komplett gesperrt. «Leider sind diese Arbeiten nur dann möglich, weshalb gerade sonntags auch Lärm entsteht», meint Schär und hofft allenthalben auf Verständnis.

Die Komplettsperrung beeinflusst auch die Stadtbuslinien 2 und 22, die umgeleitet werden. Zudem müssen Anrainer mit Erschwernissen rechnen. «Wir haben früh genug mit allen das Gespräch gesucht.»

Die Sanierung am Talbachkreisel hat mit der Grossbaustelle St.Gallerstrasse/Marktstrasse nichts zu tun, wie Schär betont. Geht alles nach Plan, beginnt dort Ende Oktober die zweite Bauphase. Dann muss der Verkehr stadtauswärts weichen. Vielleicht dient dann der neue Talbachkreisel als Lockstoff, um die Grossbaustelle auf der Südachse über Attikon grossräumig zu umfahren.

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