Ruhige wilde Nacht: Die Kapo Thurgau im Einsatz an der Bechtelisnacht

Alle Jahre wieder wird kräftig gefeiert und getrunken. Die Kantonspolizei schaut auch in
der Bechtelisnacht zum Rechten. Nebst kleineren Rangeleien schreiten die Polizisten auch im Strassenverkehr ein.

Dinah Hauser
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An der Bechtelisnacht trinken sogar die Glücksbärchen Alkohol. (Bild: Donato Caspari)

An der Bechtelisnacht trinken sogar die Glücksbärchen Alkohol. (Bild: Donato Caspari)

Wo Alkohol fliesst, sind Konflikte vorprogrammiert – besonders bei Grossanlässen wie der Bechtelisnacht in Frauenfeld. Dieses Jahr sei der Traditionsanlass aus polizeilicher Sicht relativ ruhig verlaufen, sagt Mario Christen, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau.

«Verstärkt wurde auch der Strassenverkehr in der Umgebung kontrolliert», sagt Christen. So musste ein 35-Jähriger Schweizer nachts um 2 Uhr seinen Führerausweis bei der Promenadenstrasse abgeben. Er ist mit fast zwei Promille noch mit dem Auto gefahren.

Daneben habe es einige kleinere Auseinandersetzungen gegeben. Christen sagt:

«Teilweise hatte sich die Situation beim Eintreffen der Polizisten bereits wieder beruhigt.»

Zudem gab es ein paar Rettungseinsätze, bei denen der Rettungsdienst alkoholisierte Personen ins Spital gebracht hat. Im Allgemeinen werde die Polizeipräsenz von den Besuchern und der Bevölkerung sehr geschätzt.

Zehn Personen gleichzeitig befragt

Generell gehe es jeweils relativ ruhig zu und her an der Bechtelisnacht. «An ein schlimmstes Ereignis in den letzten Jahren können sich auch meine Kollegen nicht erinnern», sagt Christen. «Dies ist auch auf unsere Präsenz zurückzuführen».

Vor einem Jahr gab es jedoch einen sehr zeitintensiven Einsatz, als es zu einer grösseren Schlägerei kam. «Um Mitternacht mussten zirka zehn Personen gleichzeitig befragt werden, um den Hergang abzuklären», sagt Christen.

Masken und waffenähnliche Gegenstände würden keine Probleme bereiten. «Das gehört zum festlichen Treiben. Und solange dieses problemlos abläuft und die Gegenstände nicht missbräuchlich verwendet werden, ist auch kein Eingreifen notwendig.» Falls doch, so müssten sich die Beteiligten demaskieren und ausweisen.

Zu Fuss sind die Polizisten schneller vor Ort

Die Frauenfelder Bechtelisnacht und andere Veranstaltungen werden im Rahmen des Grundauftrags mit Zusatzaufgeboten polizeilich abgedeckt. So informiere sich die Kantonspolizei Thurgau laufend über kommende Veranstaltungen, damit vorzeitig genügend zusätzliche Einsatzkräfte eingeplant werden können. Christen sagt:

«Die Grundversorgung im ganzen Kanton ist somit immer gewährleistet.»

An Veranstaltungen seien auch Polizisten zu Fuss unterwegs. «Falls eine Meldung aus dem abgesperrten Zentrum eingeht, sind wir rasch vor Ort.»