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Ruhestand vorerst vertagt: Uesslinger Gemeindepräsidentin tritt nochmals an

Gemeindepräsidentin Elisabeth Engel will es kommendes Jahr nochmals wissen. Auch die übrigen Mitglieder der seit 2015 stark verjüngten Behörde stellen sich für eine weitere Legislatur zur Wiederwahl.
Mathias Frei
Blick von der Südseite der Thur auf das Dorf Uesslingen. (Bild: Donato Caspari)

Blick von der Südseite der Thur auf das Dorf Uesslingen. (Bild: Donato Caspari)

«Ich will nicht als Sesselkleberin gelten», sagt Elisabeth Engel. Eigentlich ist sie dieses Jahr ins Pensionsalter gekommen. Eigentlich gab sie sich nach den Gesamterneuerungswahlen 2014 noch eine Legislatur. Aber das Leben spielt nicht immer so, wie man will. Das hat die Gemeindepräsidentin von Uesslingen-Buch gemerkt – und stellt sich deshalb für die kommende Legislatur 2019 bis 2023 nochmals zur Wahl. Hinter diesem Entscheid stehen auch Engels Kollegen im Gemeinderat. «Wir wollen gemeinsam die Zukunft der Gemeinde gestalten.»

Gemeindepräsidentin Elisabeth Engel. (Bild: PD)

Gemeindepräsidentin Elisabeth Engel. (Bild: PD)

Zum einen wolle sie wichtige Projekte in der Ortsplanung zu Ende bringen, die sich teils stark in die Länge gezogen hätten. Engel denkt etwa an den Gestaltungsplan Zollhausweg in Uesslingen. Zum anderen geht es der Gemeindepräsidentin auch um die Zukunft der Behörde. Die kommende Legislatur solle genutzt werden, um den Wissenstransfer im verjüngten Gemeinderat sicherzustellen, sagt Elisabeth Engel.

Freude am vielseitigen Amt weiterhin vorhanden

Vizepräsident Willy Hohl. (Bild: PD)

Vizepräsident Willy Hohl. (Bild: PD)

Seit 2003 gehört Elisabeth Engel der Gemeindebehörde von Uesslingen-Buch an, bereits zwei Jahre später erfolgte die Wahl zur Frau Gemeindeammann, wie das Amt damals noch hiess. Kommendes Jahr feiert Engel ihren 65. Geburtstag und hat dann 14 Präsidiumsjahre hinter sich. Gleichwohl habe sie immer noch Freude am vielseitigen Amt, sagt sie. «Sonst würde ich nicht noch einmal kandidieren.»

Zeitgleich mit Engels Wahl 2005 zur Frau Gemeindeammann erlebte die Behörde einen grossen Umbruch. Vier von sieben Gemeinderäten waren damals neu im Amt. «Eine unglückliche Rücktrittsplanung», wie Elisabeth Engel rückblickend bemerkt. Das soll nun anders ablaufen – durchdachter.

Gemeinderat Matthias Tschanz. (Bild: PD)

Gemeinderat Matthias Tschanz. (Bild: PD)

Seit 2015 findet eine Verjüngung des Gemeinderats statt. Bei den damaligen Gesamterneuerungswahlen folgte der heute 35-jährige Matthias Tschanz auf Roland Britschgi. 2017 trat der heute 41-jährige Sascha Schmid die Nachfolge von Cornelia Büchi an. Und diesen Frühling wählten die Stimmbürger nach dem Rücktritt von Vizepräsident Heinz Tanner den 28-jährigen Thomas Heusser in die Behörde. Durch das Vizepräsidium war Tanner auch Elisabeth Engels Bau-Ressort nicht fremd und konnte sie so punktuell unterstützen. Nach Tanners Demission ging das Vizepräsidium an Willy Hohl über, der 2011 ins Amt kam und damit nach Engel am meisten Erfahrung hat. Wie die Gemeindepräsidentin stellen sich auch Hohl, Tschanz, Schmid und Heusser für eine weitere Legislatur zur Wiederwahl. Uesslingen-Buch wird an der kommenden Bechtelisgemeinde am 21.Januar 2019 wählen. Weitere Wahlvorschläge für die Kandidatenliste in der gedruckten Botschaft müssen bis Ende November bei der Gemeindeverwaltung eingegangen sein. Es ist aber auch möglich, sich an besagter Gemeindeversammlung spontan zur Wahl zu stellen.

Gemeinderat soll operativ entlastet werden

Gemeinderat Sascha Schmid. (Bild: PD)

Gemeinderat Sascha Schmid. (Bild: PD)

Damit sich auch in Zukunft motivierte Behördenmitglieder finden lassen, hat die Gemeindepräsidentin ein Projekt auf dem Plan, das mittelfristig umgesetzt werden soll. Ziel sei es, die Organisationsstruktur von Verwaltung und Exekutive so anzupassen, dass die Behördenmitglieder operativ entlastet würden. «Der Gemeinderat soll in Zukunft vor allem politische Entscheide treffen und strategisch wirken, nur noch ausnahmsweise operativ», erklärt Gemeindepräsidentin Engel. Diese Reorganisation soll nicht zuletzt auch das Amt attraktiver machen.

Gemeinderat Thomas Heusser. (Bild: PD)

Gemeinderat Thomas Heusser. (Bild: PD)

Konkret bedeutet das eine neu zu schaffende Querschnittsfunktion in der Verwaltung. Zusätzliche Stellenprozente werden wohl nötig, aber es wird keine Vollzeitstelle daraus hervorgehen. «In naher Zukunft geht eine langjährige Mitarbeiterin in Pension, die im Ansatz eine solche Funktion hat. Diesen altersbedingten Wechsel wollen wir zum Anlass nehmen für Anpassungen», sagt Engel. Gemeindeführungsmodelle mit Fokus auf die Trennung von strategischem und operativem Geschäft werden bereits erfolgreich in der Schweiz praktiziert. Ihre Motivation ist es, das Milizprinzip zu stärken.

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