Rückkehr zum Beinahe-Heimspiel: Brigitte Häberli spricht in Eschlikon von Chefs und weissen Kreuzen

Die Bichelseer Ständerätin Brigitte Häberli kehrte nach neun Jahren als Festrednerin in die Nachbargemeinde Eschlikon zurück.

Christoph Heer
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Ständerätin Brigitte Häberli singt inmitten der Besucher den Schweizerpsalm.

Ständerätin Brigitte Häberli singt inmitten der Besucher den Schweizerpsalm.

Bild: Reto Martin

Lautstark stimmten alle die Nationalhymne zu Ehren unserer 729-jährigen Schweiz an. Zahlreiche Vertreter des Männerchors Eschlikon trugen das ihrige dazu bei, dass es am Samstagmittag auf dem Schulareal Bächelacker so erklang, als ob lediglich geübte Sängerinnen und Sänger mittun.

Gespannt warteten die Besucher der Bundesfeier auf die Festansprache der Bichelseer CVP-Ständerätin Brigitte Häberli. Hierfür strömten sogar Bichelseer und Balterswiler nach Eschlikon und mischten sich unter das coronagebriefte Publikum. Nach der Händedesinfektion und der Angabe von Adresse und Telefonnummer stand einer gemütlichen Feier nichts mehr im Weg. Der organisierende Männerturnverein Eschlikon überzeugte dabei im Service – stets mit Mundschutz ausgestattet.

Volk kontrolliert Regierung und Parlament

Und Alleinunterhalter Alpenflieger Rolf spielte die passende Musik dazu. Die Stimmung war fast so heiss wie die Temperaturen, die schon am Mittag in den Bereich der 30-Grad-Marke steuerten.

Brigitte Häberli während ihrer Rede.

Brigitte Häberli während ihrer Rede.

Bild: Reto Martin

«Ich bin froh, dass in unserem Land das Volk der Chef ist. Wir alle, also das Volk, wir wählen unsere Gemeinderäte, unsere Kantonsräte und unsere eidgenössischen Parlamentarier», sagte Brigitte Häberli in ihrer Rede.

Das eidgenössische Parlament wähle dann im Auftrag des Volkes die Landesregierung, ehe das Volk sage, was es von der gemeinsamen Arbeit von Regierung und Parlament halte. «Und das ist gut so», sagte Häberli.

Wunschrednerin macht auf Vorlagen aufmerksam

Mit diesen Worten machte die von den Organisatoren im Vorfeld als absolute Wunschrednerin auserkorenen Ständerätin auf die wichtigen eidgenössischen Vorlagen aufmerksam, worüber die Stimmberechtigten am 27. September abstimmen werden. Zudem blickte Häberli im Laufe ihrer Festansprache auf das Jahr 2011 zurück. Damals stand sie schon einmal an diesem Ort und referierte über das weisse Kreuz auf rotem Grund.

«Damals, noch als Nationalrätin, habe ich auf unsere Fahne hingewiesen und die Frage gestellt, warum wohl das weisse Kreuz auf rotem Grund zum schweizerischen Hoheitszeichen geworden ist?»

Bis heute deute es nämlich, nebst dem religiösen Grund, auch auf die vier Landesteile sowie deren Sprachen und Kulturen hin. «Traditionen, eine Vielfalt innerhalb unserer Einheit. Das prägt die Schweiz.»

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