Rübenanfuhr in Frauenfeld zieht sich in die Länge

Wegen eines technischen Defektes bei der Zuckerfabrik Frauenfeld verzögert sich der Abschluss der Verarbeitungskampagne bis nach Weihnachten.

Stefan Hilzinger
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Haufen von Rüben bei der Zuckerfabrik Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Haufen von Rüben bei der Zuckerfabrik Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Nachdem in der Zuckerfabrik Frauenfeld die Verarbeitungsleistung von Woche zu Woche gesteigert werden konnte, führte am vergangenen Freitag ein technischer Defekt an der Zuckertrocknung zu einer Minderverarbeitung von über 6000 Tonnen Zuckerrüben. Das vermeldet die Schweizer Zucker AG in ihrem jüngsten Wochenbulletin zur laufenden Verarbeitungskampagne.

In der Folge konnten die Landwirte weniger Zuckerrüben anliefern als vorgesehen. Die Störung wirkt sich auch auf die Rübenanfuhr über die Weihnachtstage aus: «Derzeit ist davon auszugehen, dass am 23., 24. und auch am 26. Dezember eine Rübenanfuhr nötig sein wird», schreibt Schweizer Zucker.

Traktoren von Sonntagsfahrverbot ausgenommen

Rechtlich seien die Anfuhren am 26. Dezember, dem Zweiten Weihnachtstag, kein Problem ist von Mario Christen, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau zu erfahren. Zwar sei der Stephanstag ein Sonntag, doch laut Schweizerischer Verkehrsregelverordnung seien landwirtschaftliche Transporte vom Sonntagsfahrverbot ausgenommen. Dies gelte sowohl für Fahrzeuge mit grüner Nummer als auch für solche mit weisser Nummer, also etwa auch Lastwagen, sofern sie die Zuckerrüben vom Feld in die Fabrik transportieren.

Die Detailplanung der letzten Rübenanfuhren über die Feiertage geschieht laut Mitteilung zwischen der Transportorganisation Frauenfeld und der Schweizer Zucker AG. Für die als Genossenschaft organisierte bäuerliche Transportorganisation Frauenfeld ist die aktuelle Verarbeitungskampagne eine Premiere. Die Genossenschaft wurde gegründet, um die Anfuhr effizienter und günstiger durchzuführen.

Herbstlicher Rübenduft über Frauenfeld

Ab diesem Sonntag verarbeitet die Zuckerfabrik die ersten Rüben. Weil es gut doppelt so viele einheimische Biorüben gibt wie noch vor einem Jahr, lohnt sich die separate Produktion von Schweizer Bioware.
Stefan Hilzinger