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Im Kampf ums Stadtpräsidium in Steckborn trocknen der Rechtsanwalt und der Lehrer den Pfarrer ab

Roman Pulfer (FDP) und Markus Kuhn (parteilos) liegen im Rennen ums Stadtpräsidium in Front. Der zweite Wahlkampf Mitte März verspricht viel Spannung. Ob der Drittplatzierte Andreas Gäumann (SP) nochmals antritt, lässt er noch offen.
Samuel Koch
Die zwei führenden Stadtpräsidiums-Kandidaten sind vor der Stadtverwaltung sichtlich gut gelaunt: Markus Kuhn und Roman Pulfer. (Bild: Andrea Stalder)

Die zwei führenden Stadtpräsidiums-Kandidaten sind vor der Stadtverwaltung sichtlich gut gelaunt: Markus Kuhn und Roman Pulfer. (Bild: Andrea Stalder)

Sie haben gesprochen und werden es am 17. März erneut machen. Dann treten die Wähler zum zweiten Wahlgang im Kampf ums Stadtpräsidium in Steckborn an die Urnen. Als Überraschung dürften aber bereits die Resultate des ersten Wahlgangs vom Sonntag gewertet werden, zumal Roman Pulfer (FDP) mit 386 die meisten Stimmen macht. Dahinter liegen Markus Kuhn (parteilos), Andreas Gäumann (SP) und Moritz Eggenberger (parteilos).

Stadtpräsidium Steckborn

Roman Pulfer
FDP
386
Verfügbare Sitze: 1
Markus Kuhn
parteilos
344
Andreas Gäumann
(SP)
272
Moritz Eggenberger
parteilos
178
Absolutes Mehr
606 Stimmen

Verblüfft zeigt sich auch ein Wähler, der sich bei aufkommendem Sturm vor der Stadtverwaltung einfindet und die Resultate aus erster Hand erfahren will. «Ich bin hochgradig überrascht und habe tendenziell Andreas Gäumann in Führung erwartet», sagt er. Dass sich der in Frauenfeld wohnhafte Roman Pulfer gegen drei Einheimische durchgesetzt hat, habe er nicht gedacht.

Alle Resultate im Liveticker

Pulfer selbst hat ebenso wenig mit so vielen Stimmen gerechnet, freut sich aber über das Resultat. «Die Leute sehen, dass es für die Arbeit in der Stadtverwaltung doch gewisse Kompetenzen braucht», sagt er und mutmasst: «Vielleicht hat auch die Parteizugehörigkeit eine Rolle gespielt und ich von vielen SVP-Wählern Stimmen erhalten habe», mutmasst der Rechtsanwalt. Immer wieder nimmt er Gratulationen entgegen, auch von seinen Kontrahenten. Dass mit Markus Kuhn ein parteiloser Oberstufenlehrer den Sprung auf Platz 2 schafft, überrascht Pulfer nicht. Er meint:

«Persönlichkeit ist wichtiger als ein übertriebener Wahlkampf.»

Markus Kuhn zeigt sich klar erfreut über sein Wahlresultat. «Die Wähler kennen mich und meine Arbeit», sagt er und glaubt, dass er sich dank seiner authentischen Art und trotz fehlender Polit- und Verwaltungserfahrung auch im zweiten Wahlkampf nicht zu verstecken braucht. Sollte er tatsächlich den Sprung ins Präsidium schaffen, ist die Übergangslösung in der Sekundarschule Feldbach bereits aufgegleist.

Moritz Eggenberger tritt definitiv nicht mehr an

Andreas Gäumann, Kandidat Stadtpräsidium SP.

Andreas Gäumann, Kandidat Stadtpräsidium SP.

Ob ein zweiter Wahlgang für den angezählten Andreas Gäumann in Frage kommt, lässt er noch offen. Der Pfarrer der Evangelischen Kirchgemeinde meint ernüchtert:

«Klar bin ich enttäuscht über das Resultat, das ich so nicht erwartet habe.»

Er habe viel Herzblut in seinen Wahlkampf gesteckt. Antworten auf die Frage nach dem Warum lässt Gäumann offen: «Es ist schwierig abzuschätzen.»

Moritz Eggenberger tritt definitiv nicht mehr an für den zweiten Wahlgang. (Bild: PD)

Moritz Eggenberger tritt definitiv nicht mehr an für den zweiten Wahlgang. (Bild: PD)

Wesentlich gefasster wirkt Moritz Eggenberger. «Ich war von Anfang an am Schwimmen», sagt er und will die Erfahrung aus dem Wahlkampf nicht missen. «Ich bin den 178 Wählerinnen und Wählern dankbar für ihre Stimmen», sagt er. Als abgeschlagener Vierter mache für ihn eine Teilnahme am zweiten Wahlgang keinen Sinn. Eine Wahlempfehlung gibt er indes keine ab und ergänzt: «Ich glaube an die Tendenz aus dem ersten Wahlgang.»

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