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Roman Pulfer steigt für FDP ins Rennen um Steckborns Stadtpräsidium ein

Die Wahl ums Stadtpräsidium verwandelt sich in ein echtes Rennen. Nebst Andreas Gäumann und Markus Kuhn stellt sich neu auch Roman Pulfer als Kandidat für die FDP zur Verfügung. Der 35-Jährige wäre der erste freisinnige Stapi seit Konrad Füllemann vor 15 Jahren.
Samuel Koch
Vogelperspektive über Steckborn. (Bild: Olaf Kühne)

Vogelperspektive über Steckborn. (Bild: Olaf Kühne)

Die Zeit der Stille am Untersee ist definitiv vorbei. Die Trommeln der bevorstehenden Wahl ums Steckborner Stadtpräsidium wirbeln, denn mittlerweile befinden sich drei Kandidaten im Rennen um die Nachfolge von Roger Forrer. Die FDP-Ortspartei nominiert Roman Pulfer, wie sie kürzlich an ihrer Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen hat.

Roman Pulfer, Stadtpräsidiumskandidat FDP. (Bild: PD)

Roman Pulfer, Stadtpräsidiumskandidat FDP. (Bild: PD)

Der 35-jährige Jurist präsidiert seit Mai die FDP-Stadtpartei in Frauenfeld und ist «mit der Politik und deren Abläufen bestens vertraut», wie die FDP-Ortspartei mitteilt. Pulfer stellt sich also nach den bereits bekannten Kandidaten – Andreas Gäumann (SP) und Markus Kuhn (parteilos) – als dritter im Bunde auf.

Aufgewachsen ist Überraschungsmann Pulfer im Aadorfer Ortsteil Häuslenen. Trotzdem kennt er sich durch seine familiären Wurzeln in Steckborn aus. Seine Mutter wuchs im Unterseestädtchen auf, sein Grossvater führte bis in die 80er-Jahre die dortige Badi, und noch heute wohnt ein Teil seiner Verwandtschaft in Steckborn. Dass ihn die Wähler besser kennen lernen, sieht er als grösste Herausforderung.

«Ich will während des Wahlkampfs im Städtchen präsent sein und werde das Gespräch mit der Bevölkerung suchen»

sagt Pulfer, um den Stempel als Auswärtiger loszuwerden. Wichtiger als der Wahlkampf erscheint ihm aktuell, das Vertrauen der Wähler zu gewinnen.

Gespräche als Jurist bei der Staatsanwaltschaft

Herauskristallisiert hat sich seine Kandidatur vor rund vier Wochen bei einer Anfrage der Spitze der FDP-Ortspartei um Präsident Ueli Oswald, wie Pulfer sagt. Mit der Steckborner Politik beschäftigt er sich jedoch schon seit Jahren. 2011 als er während seiner Ausbildung zum heute selbstständigen Rechtsanwalt ein Praktikum bei der Thurgauer Staatsanwaltschaft in Kreuzlingen absolvierte, traf er auf Roger Forrer, der damals fürs Präsidium kandidierte und es seither innehat. «Wir haben uns damals oft über die Politik am Untersee unterhalten», sagt Pulfer heute.

Gegen Pfarrer und Lehrer

Nach zwei Legislaturen ist für den jetzigen Steckborner Stadtpräsidenten Roger Forrer (SVP) Schluss, wie er Ende März öffentlich bekanntgegeben hatte. Bisher hatten sich für seine Nachfolge zwei Kandidaten offiziell zur Verfügung gestellt: der 50-jährige Pfarrer Andreas Gäumann (SP) und der 38-jährige Oberstufenlehrer Markus Kuhn (parteilos). Weitere Kandidaten fürs Stadtpräsidium können ihre Wahlunterlagen bis zum 17. Dezember bei der Stadtverwaltung einreichen. Für die offizielle Wahlliste zeichnet in Steckborn die Koordinationsgruppe um Otmar Stillhard verantwortlich. Der erste Wahlgang fürs Stadtpräsidium findet am eidgenössischen Abstimmungstag vom 10. Februar 2019 statt. (sko)

Den Reiz fürs Stadtpräsidium sieht er in der überschaubaren Grösse. «Im Gegensatz zu einer grösseren Stadt kann man in Steckborn schneller etwas auf den Weg bringen und gestalten», sagt er.

Gesunder Finanzhaushalt als Fundament

Zwar kennt er sich in den aktuellen lokalpolitischen Sachthemen noch nicht bis ins Detail aus, wie er gesteht. «Ich lese mich derzeit in viele Themen ein», sagt Pulfer. Besonderes liegt ihm aber ein gesunder Finanzhaushalt als Fundament am Herzen. Zudem stünden Steckborn als mittelgrosse Gemeinde auch Herausforderungen bevor wie der Erhaltung und die Schaffung von Arbeitsplätzen und einer hohen Lebensqualität.

«Steckborn darf nicht zum überalterten Schlafstädtchen verkommen»

sagt Pulfer, der sich in seiner Freizeit seinen Freunden widmet oder mit seinem Kajak über den Untersee treiben lässt. Obwohl Pulfer für ihn noch jungfräuliches Politland betritt, rechnet er sich mit seiner Kandidatur Chancen aus, «sonst würde ich nicht antreten». Zuletzt sei ihm auch zu Ohren gekommen, dass die Steckborner nach einer echten Alternative zu den bisherigen Kandidaten suchen. Sollte Pulfer gewählt werden, wäre er der erste Freisinnige seit Konrad Füllemann, der bis 2003 als Stadtammann fungierte.

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