Rollerfahrerin verunfallt in Islikon wegen Schnur auf Kopfhöhe

Wegen einer über die Strasse gespannten Schnur ist in Islikon TG in der Nacht auf Sonntag eine 21-jährige Rollerfahrerin gestürzt. Sie verletzte sich am Hals. Die Polizei warnt und sucht Zeugen.

Samuel Koch
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Die Unfallstelle auf der Kefikonerstrasse in der Nähe des Schulhauses. (Bild: PD/Kapo TG)

Die Unfallstelle auf der Kefikonerstrasse in der Nähe des Schulhauses. (Bild: PD/Kapo TG)

Glück im Unglück. So lässt sich ein Unfall einer 21-jährigen Rollerfahrerin zusammenfassen, die kurz vor Mitternacht in der Nacht auf Sonntag in Islikon verunfallte. Auf der Kefikonerstrasse in Richtung Hauptstrasse fahrend kollidierte sie gemäss den Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau auf der Höhe des Schulhauses mit einer Schnur, die auf Kopfhöhe über die Strasse gespannt war.

Die junge Rollerfahrerin stürzte und verletzte sich unter anderem am Hals. «Sie wies Rötungen am Hals auf und mehrere Prellungen wegen des anschliessenden Sturzes», sagt Polizeisprecher Daniel Meili. Die etwas dickere Kunststoff-Schnur, zirka vier bis fünf Millimeter dick, sei straff von Zaun zu Zaun über die Strasse gespannt gewesen. Die Rollerfahrerin konnte nach dem Sturz selber einen Arzt aufsuchen, eine Ambulanz sei nicht im Einsatz gestanden. Trotzdem handle es sich bei der Tat um keine Bagatelle, sagt Daniel Meili.

«Das ist kein einfacher Lausbubenstreich mehr, sondern sehr gefährlich»

sagt Polizeisprecher Daniel Meili. Zwei Jugendliche sind gesehen worden Die Ermittlungen der Kantonspolizei Thurgau laufen. «Der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei sicherte am Tatort die Spuren», sagt Polizeisprecher Meili. Bereits bekannt ist, dass eine Auskunftsperson zuvor zwei Jugendliche beim Zaun der Schulanlage mit einer Schnur gesehen habe. Trotzdem sucht die Polizei weiter nach Zeugen.

In den Sozialen Medien stösst der Unfall auf grosses Unverständnis. Von «krass» über «furchtbar» bis zu «bireweich» und «himmeltraurig» lauten einzelne Kommentare. Das sei kein Jugendstreich mehr, sondern einfach nur eine Blödheit, meint ein User. «Was für kranke Menschen. Ich hoffe, dass die Täter dafür büssen werden», meint ein weiterer. Jemand schreibt sogar: «Das ist versuchter Mord.» Polizeisprecher Daniel Meili relativiert: «Die rechtliche Würdigung ist eine Angelegenheit der Staatsanwaltschaft Thurgau.» Derzeit erhoffe sich die Polizei aber zuerst genauere Angaben zum Tathergang.

Wer Angaben zu den Jugendlichen oder zum Tathergang machen kann, wird gebeten, sich beim Kantonspolizeiposten Aadorf unter der Telefonnummer 058 345 22 70 zu melden.