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Rohe Gewalt auf dem Platz: Thurgauer Fussballclub wird gesperrt +++ Verwirrung um den Clubnamen – die AS Scintilla ist eigentlich der KF Labinoti

Der Ostschweizer Fussballverband zeigt der Arboner AS Scintilla die rote Karte. Eine Entschuldigung hilft nicht. Derweil gibt es eine Verwirrung, weil offenbar der Verein AS Scintilla nicht die Mannschaft AS Scintilla ist.
Annina Flaig, Tanja von Arx
(Bild: Alessandro Crinari/Keystone)

(Bild: Alessandro Crinari/Keystone)

Die Sache hat Konsequenzen. Und zwar für beide Seiten. Nachdem es in Liechtenstein bei einem 4.-Liga-Spiel zur wüsten Schlägerei zwischen Spielern der Arboner AS Scintilla und des USV Eschen-Mauren gekommen ist, hält der Ostschweizer Fussballverband (OFV) fest:

«Die Wettspielkommission hat entschieden, vorläufig beide Mannschaften vom Wettspielbetrieb zu suspendieren.»

Dies teilt Präsident Stephan Häuselmann im Nachgang auf Anfrage mit. Und: «Es laufen weitere Untersuchungen.»

Arafat Ibraimi. (Bild: PD)

Arafat Ibraimi. (Bild: PD)

Offenbar hat es nicht geholfen, dass der Präsident der im Fürstentum tätlich gewordenen Fussballer, Arafat Ibraimi, kurz vorab diese Zeilen veröffentlichte: «Wir bedauern unser Handeln am besagten Tag und entschuldigen uns beim OFV sowie beim USV Eschen-Mauren.» Seinen Spielern sei es ein grosses Anliegen festzuhalten, dass sie sich falsch verhalten hätten:

«Wir sind uns absolut im Klaren, dass Gewalt auf dem Platz in keinster Weise etwas verloren hat.»

«Kriegsähnliche Zustände»

In verschiedenen Medien war von «kriegsähnlichen Zuständen» die Rede. Negativ in die Schlagzeilen geraten war vor allem die AS Scintilla. So wurde etwa berichtet, dass Arboner Fussballer auf einen am Boden liegenden Spieler der Liechtensteiner eingetreten hätten. Als Präsident hat sich Arafat Ibraimi in der TZ gegen diese Anschuldigungen gewehrt und er erzählt bis jetzt eine komplett andere Version der Geschichte.

Ein Schiedsrichter, der nicht mit Namen genannt werden möchte, meldet sich ebenfalls zu Wort. Den Spielern der AS Scintilla stärkt er den Rücken. «Erst kürzlich habe ich die Mannschaft selbst erlebt.» Die Anschuldigungen könne er nicht bestätigen. «Im Gegenteil.» Spieler sowie Trainer seien sehr fair, anständig und respektvoll gewesen, sagt er.

Die AS Scintilla ist nicht die AS Scintilla

Interessanterweise stellt sich heraus, dass die AS Scintilla gar nicht die AS Scintilla ist. Respektive dass der Vorstand des Vereins nichts mit der Prügel-Mannschaft zu tun haben will. Fiorentino Marrone stört sich daran, dass Arafat Ibraimi für den Präsidenten der AS Scintilla gehalten werde. «Ich bin der Präsident», stellt Marrone klar.

Fiorentino Marrone. (Bild: PD)

Fiorentino Marrone. (Bild: PD)

Die Sache ist kompliziert. Offenbar ist sein Verein, die AS Scintilla aus Arbon, ein Verein ohne eigene Mannschaft. In Amriswil gibt es allerdings den Verein KF Labinoti unter Präsident Arafat Ibraimi, der nicht offiziell beim OFV angemeldet ist. Und so kommt es, dass die Spieler des KF Labinoti unter dem Namen der AS Scintilla spielen – mit Billigung der Arboner und schon in der dritten Saison.

Marrone hat nun das Problem, dass der Name seines Clubs plötzlich negativ in den Schlagzeilen steht. Was ihn unheimlich stört.

«Ich will nicht, dass wir unseren guten Ruf verlieren.»

Umso weniger, da die AS Scintilla nächstes Jahr gerne wieder eine eigene Mannschaft aufstellen will und jedes Jahr ein Behinderten-Fussball-Turnier organisiert, das laut Marrone Anklang bis nach Zürich findet. Marrone ist mit dem KF Labinoti in Kontakt. «Eigentlich hatten wir nie Probleme miteinander», sagt er.

Ob das so bleibt, ist allerdings offen. Denn dass die AS Scintilla jetzt für die weiteren Spiele gesperrt ist, ist auch unschön für Fiorentino Marrone, weil er ja eben tatsächlich der Präsident dieses Vereins ist.

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