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Ritter kämpft für die nächste Generation

Bei der Agro Beratung am Nollen referierte Bauerpräsident Markus Ritter über die Zukunft der Landwirtschaft.
Trudi Krieg
Markus Ritter ist mit Leib und Seele Bauer und Bauernvertreter. (Bild: Trudi Krieg)

Markus Ritter ist mit Leib und Seele Bauer und Bauernvertreter. (Bild: Trudi Krieg)

Mit Feuereifer für die Sache, die er manchmal mit recht kräftigen Ausdrücken unterstrich, referierte der Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes Markus Ritter eine halbe Stunde lang ohne Skript – und ohne je den Faden zu verlieren. Auch seine Antworten auf Fragen der rund 50 anwesenden Bauern zeigten ihn als grossen Kenner im Politdschungel und in der praktischen Landwirtschaft. Eine gute Kommunikation sei wichtig, um die Anliegen der Landwirtschaft durchzusetzen. Die Landwirtschaft sei überproportional in der Politik vertreten, aber sie werde von der übrigen Bevölkerung auch sehr stark wahrgenommen.

Die Initiativen sind zu extrem

Die Initiativen zur Ernährungssicherheit, die Trinkwasserinitiative und die Initiative gegen Massentierhaltung zeigen das Interesse daran, wie in der auch durch Direktzahlungen gestützten Landwirtschaft gearbeitet werde. Die Forderungen seien aber zu extrem, zum Teil höher als Biostandard, sagte Markus Ritter: «Der Konsument soll wählen können zwischen etwas teureren, aber umweltgerechter produzierten Bioprodukten und günstigeren Angeboten.»

Ohne Grenzschutz gebe es keine Schweizerische Landwirtschaft mehr zu kostendeckenden Preisen, sondern nur noch extensive Landwirtschaft mit Nebenerwerb. Für die Inlandprodukte sei eine klare Deklaration wichtig. An die Qualität werden höchste Ansprüche gestellt. Bei den Direktzahlungen sei es wichtig, nicht alle vier Jahre alles auf den Kopf zu stellen. Ganz gerecht könne man diese nie verteilen. Es dürfe auch nicht vergessen werden, dass immer noch 10 Milliarden Franken über die Produkte erwirtschaftet werden. An Direktzahlungen sind es 2,8 Milliarden Franken.

Es geht um die Zukunft der Jungen

In der Politik stellte Ritter sich als kämpferisch dar – und zwar kämpfe er nicht so sehr für sich (Ritter ist Jahrgang 67) und seine Generation. «Da würde es vielleicht noch reichen bis wir pensioniert werden», sagte der CVP-Nationalrat. Es gehe um die Zukunft der Jungen, die jetzt in der Ausbildung seien, den Betrieb übernehmen oder neu investieren möchten. Diese brauchen Perspektiven und Zukunftsaussichten: «Die Bauernfamilien müssen als Unternehmer erfolgreich sein können. Der Bundesrat ist daran die AP 2022 + zu erarbeiten.» Diese stehe vor der Vernehmlassung. Der Bauernverband müsse zuerst die Fakten kennen, um eine fundierte Stellungnahme abgeben zu können. Im Zweifelsfall sei es besser, keine Reform zu haben als eine schlechte.

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