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Frauenfelder Frühjahrsmesse
nach Winterthur verkauft

Die FVF Messe-Event AG verkauft die Ausstellung auf dem Areal der Zuckerfabrik an eine Winterthurer Firma. Nach einem Jahr Unterbruch soll der Anlass ab 2020 am gewohnten Ort wieder stattfinden – möglichst mit besser lokaler Verankerung.
Stefan Hilzinger
Stadtpräsident Anders Stokholm und Messeleiter Sandro Keller eröffneten im März die Thurgauer Frühjahrsmesse, die letzte in der Ära FVF Messe-Event AG. (Bild: Donato Caspari)

Stadtpräsident Anders Stokholm und Messeleiter Sandro Keller eröffneten im März die Thurgauer Frühjahrsmesse, die letzte in der Ära FVF Messe-Event AG. (Bild: Donato Caspari)

Alles Schrauben am Konzept, alle Verbesserungen, Sonderausstellung und Rahmenprogramm halfen nichts: Die Thurgauer Frühjahrsausstellung auf dem Gelände der Zuckerfabrik beklagte nicht nur einen Publikumsschwund, in den vergangenen Jahren verlor auch das heimische Gewerbe seine Interesse, an der Messe mitzumachen.

«Mit nur eine Messe im Portfolio war der Markt für uns klein und ineffizient.»
Sandro Keller, bisheriger Messeleiter

Noch dieses Frühjahr, wenige Tage nach der 42. Durchführung, gab sich Messeleiter Sandro Keller noch kämpferisch: «Aufgeben kommt für mich nicht in Frage.» Doch am Dienstag teilte die Winterthurer Firma Maurer + Salzmann mit, dass sie die Thurgauer Frühjahrsmesse von der FVF Messe-Event AG von Sandro Keller übernommen habe. 2019 werde es keine Messe geben, dafür ab 2020 wieder jährlich, am traditionellen Standort bei der Zuckeri, wofür man eigens eine Tochterfirma gründen werde. «Mit nur einer Messe im Portfolio war der Markt für uns zu klein und zu wenig effizient», wird Sandro Keller im Communiqué zitiert.

Bereit soll Lokalbezug stärken

Andreas Künzli, Geschäftsführer der Firma Mauer + Salzmann, Winterthur.

Andreas Künzli, Geschäftsführer der Firma Mauer + Salzmann, Winterthur.

Damit die Messe beim lokalen Gewerbe wieder mehr Rückhalt bekommt, will der neue Eigentümer einen Beirat gründen. «Wir wollen keine Messe mit Handlesern aus aller Welt», sagt Geschäftsführer Andreas Künzli. Bis nach den Sommerferien soll der Beirat gegründet sein. «Die Mitglieder aus Gewerbe, Politik, Tourismus und den Vereinen sollen eine Lobby bilden für die Messe», sagt Künzli. «Ich masse mir nicht an, den Platz Frauenfeld wirklich zu kennen, obwohl ich da ab und zu in den Ausgang gehe.»

«Neustart ist ein Schritt in die richtige Richtung»

Der Beirat ist im Sinn von Urs Schönholzer, dem Präsidenten des Gewerbevereins Frauenfeld und Umgebung. «Das Gewerbe soll wieder vermehrt präsent sein», meinte er nach der vergangen Frühjahresmesse. Mit dem Neustart ist ein Schritt in die richtige Richtung getan. Er begrüsst die Absicht, die Messe «auf Basis lokaler Verankerung und Nähe zum regionalen Gewerbe aufzubauen.» Dazu gehöre auch, dass er Mitglied im Beirat sein werde. «Uns ist wichtig, dass die Messe am Standort Frauenfeld erhalten wird», sagt Schönholzer. Von Freude ist auch im Rathaus die Rede: «Durch die Übernahme ist die Zukunft der Frühjahrsmesse gesichert», sagt Cornelia Trefzer, Leiterin der Abteilung Kommunikation der Stadt.

Nach dem Verkauf der letzten Messe will sich die FVF-Messe-Event AG laut Communiqué auf das Geschäft mit Messe- und Zeltbau in der Schweiz und Deutschland konzentrieren.

Veranstaltet unter anderem die Winti Mäss

Die Winterthurer Firma Maurer + Salzmann AG hat sich auf die Bereiche Grafik, Vermehrsmittelwerbung und Veranstaltungen spezialisiert. Geschäftsführer und Mehrheitsaktionär der Firma ist der gebürtige Ossinger Andreas Künzli. Die Firma organisiert unter anderem die Winti Mäss in Winterthur und über eine Tochterfirma die Züri Oberland Mäss (ZOM) in Wetzikon. Ausserdem führt Maurer + Salzmann zwei Foren für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) durch: eines in Winterthur, das andere in Wetzikon. Insgesamt beschäftigt die Firma zehn Mitarbeiter. (hil)

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