Kolumne
ResTZucker: Ganz grosse Literatur

Im Laufe der Geschichte brachte der Thurgau viel Prominenz hervor. Obwohl Historiker darüber streiten, ob sie Vogt Gessler wirklich dem Kanton zugestehen.

David Angst
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David Angst, Chefredaktor der Thurgauer Zeitung.

David Angst, Chefredaktor der Thurgauer Zeitung.

Ob Gessler ein Thurgauer war, darüber sind sich die Historiker nicht einig. Bei Robert Fürer gibt es in diesem Punkt keine Zweifel. Umstritten ist höchstens, ob es Zufall war, dass Fürer und Gessler diese Woche auf der gleichen Doppelseite in der Zeitung erschienen. Die Redaktion wäscht ihre Hände in Unschuld.

Auch der Gewinner des Schweizer Buchpreises ist erfreulicherweise ein Thurgauer. Er heisst Peter Stamm, stammt aus Weinfelden, und sein preisgekröntes Werk heisst «Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins». Oder «Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt»? Egal. Ist beides gut.
Diesen Sommer veröffentlichte ein weiterer Thurgauer, Daniel Ryser, sein erfolgreiches Sachbuch «In Badehosen nach Stalingrad». Es handelt sich dabei nicht um einen unbedarften Soldaten in Napoleons Russlandfeldzug, sondern um eine nicht autorisierte Biografie Roger Köppels.

Aber damit nicht genug. Diese Woche hat in Weinfelden ein weiterer Thurgauer ein Buch veröffentlicht. Der Mann heisst Werner Lenzin, und sein Werk ist ein Fotoband, der auf den nationalen Lehrerfortbildungskurs zurückblickt. Mit seinem Erstling feiert Lenzin beachtlichen Erfolg: Über 1500 Exemplare sind schon so gut wie abgesetzt – so viele Lehrerinnen und Lehrer besuchten nämlich den Kurs. Davon konnte Stamm seinerzeit nur träumen. Seine ersten drei Romane blieben unveröffentlicht, weil kein Verlag sie drucken wollte

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