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Glosse

Restzucker: Durchschnitt, aber gut

Frauenfeld sei die «durchschnittlichste Gemeinde der Schweiz», hiess es kürzlich. Doch was heisst schon Durchschnitt? Die Bevölkerung von anderen Thurgauer Gemeinden würden sich etwas mehr Durchschnitt wünschen.
David Angst
David Angst. (Bild: Ralph Ribi)

David Angst. (Bild: Ralph Ribi)

Das Adjektiv «durchschnittlich» wird ja landläufig eher negativ bewertet. Die folgenden drei Beispiele beweisen aber, dass dies falsch ist.

Viele Stettfurterinnen und Stettfurter würden sich wünschen, der Umbau des Schlosses Sonnenberg hätte eine durchschnittliche Dauer gehabt. Dann wäre er nämlich längst beendet. Nun ist es seit dem Besitzerwechsel bereits 12 Jahre her. Und ein Ende ist immer noch nicht abzusehen.

Viele Münchwilerinnen und Münchwiler würden sich andererseits wünschen, ihr Gemeindepräsident hätte nach der Wiederwahl eine durchschnittliche Anstandszeit abgewartet, bevor er seinen Rücktritt bekanntgab. Jetzt müssen sie kurz nach Beginn der Amtsperiode schon wieder einen neuen suchen.

Und nun zum «guten Durchschnitt»: Gemäss einer Recherche unserer Zeitung wählten die Frauenfelder vor vier Jahren haargenau gleich wie die gesamte Schweiz. Frauenfeld wird deshalb als «durchschnittlichste Gemeinde der Schweiz» dargestellt. Das kann man aber auch ganz positiv sehen: Frauenfeld ist das perfekte Abbild der Schweiz. Oder wie die BDP sagen würde: «Langweilig, aber gut.»

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