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Interview

Renata Angehrn-Würmli: «Ich wollte Stewardess werden.»

Heute organisiert die Wahlthurgauerin die Mr. Right Wahl. Sie träumt aber dennoch vom Fliegen - ihr nächstes Ziel: eine Reise nach New York.
Janine Bollhalder
Ihre Mutter wäre nicht erfreut angesichts ihres Outfits: Renata Angehrn-Würmli (Bild: Andrea Stalder)

Ihre Mutter wäre nicht erfreut angesichts ihres Outfits: Renata Angehrn-Würmli (Bild: Andrea Stalder)

Was hat Sie in der vergangenen Woche besonders beschäftigt?

Renata Angehrn-Würmli: Der erste Geburtstag meiner beiden Enkelkinder. Und natürlich das bevorstehende Casting der Wahl des Mr. Right.

Weshalb wohnen Sie in Berg TG?

Nach meiner Scheidung bin ich aus dem gemeinsamen Haus in Lipperswil gezogen und habe in Berg ein wunderschönes Reihenhaus gefunden – es gefällt mir sehr gut und ich habe sehr nette Nachbarn.

Wenn Sie den Thurgau verlassen müssten, wohin würden Sie ziehen?

Nach Zürich. Ich bin ursprünglich eine Zürcherin – und dort ist auch vielmehr los, als hier im Thurgau. Mir fehlen Tavolatas, Grillfeste und Open Airs.

Gibt es für Sie einen Lieblingsort im Thurgau?

Alles, was am See liegt. Ich liebe den Bodensee.

Was geniessen Sie im Sommer besonders?

Meine Ferien in Italien. Seit vielen Jahren gehe ich in den Sommerferien mit meinen Kindern nach Bibione, genauer gesagt nach Capalogna, einem Campingplatz an der Adria. Dort fühle ich mich einfach Zuhause.

Welches ist Ihre zweite Heimat?

Italien natürlich, denn meine Mutter war Italienerin.

Was würde Ihre Mutter über Sie sagen?

Dass ich eine Katastrophe sei. Sie wäre entsetzt, wenn sie mich in diesen zerrissenen Jeans, diesem jungen Stil gekleidet sehen würde. «Tu sei pazza», würde sie dann zu mir sagen – «Du bist verrückt.»

Zur Person

Renata Domenica Angehrn-Würmli (62) führt die Agentur «people and more». Von ihrem Büro in Kreuzlingen aus vermittelt die gebürtige Zürcherin Prominente an Events. Die Thurgauerin war mit dem Boxer Stefan Angehrn verheiratet und hat vier Kinder: Pat (40), Kim (30), Mel (28) und Joy (24). Aktuell organisiert sie die Swiss Men’s Award, bei denen der Mr. Right gewählt wird. In der Jury sitzen Ex-Bachelorette Eli Simic, It-Boy Reto Hanselmann, Ex-Torwart Pascal Zuberbühler, Influencerin Antonella Patitucci, Ex-Bachelor Tobias Rentsch und der letztjährige Mr.  Right Sascha Lippuner.

Können Sie kochen?

Wer vier Kinder grossgezogen hat und mit einem Sportler verheiratet war, muss kochen können. Ich mag aber keine aufwendigen Gerichte, lieber einfach und fein.

Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?

Gschwellti – meine Mama hat meistens italienisch gekocht, und wenn es dann mal so ein typisches Schweizer Gericht gab, war dies ein grosses Fest.

Welches ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?

Das kann ich nicht sagen, meine ganze Kindheit war schön. An was ich mich aber noch sehr gut erinnern kann, ist, dass wir jeweils am Sonntag in schicke Kleidung geschlüpft sind und mit dem Auto eine Ausfahrt gemacht haben.

Was ist Ihr gefühltes Alter?

Morgens fühle ich mich wie eine 95-Jährige, ansonsten zwischen 30 und 40 Jahren. Manchmal muss ich mich sogar selbst zurücknehmen – an einem Fest sollte ja eigentlich nicht die Mama, sondern die Kinder auf den Bänken tanzen. Na ja, bei uns mag das manchmal umgekehrt sein.

Haben Sie ein heimliches Hobby?

Bei mir gibt es nichts Heimliches. Nur, dass ich Dinge aufschreibe, welche meine Kinder mir erzählt haben und die ich nicht verstanden habe. Diese Sachen suche ich dann später heimlich bei Google, um beim nächsten Gespräch zu wissen, worum es geht.

Was machen Sie, um gesund zu bleiben?

Ich lache viel. Und vor kurzem haben mich meine Kinder davon überzeugt, mich gesünder zu ernähren – schliesslich bin ich ja jetzt Nonna. Ich bin nun in einem Programm, welches gut für Körper und Seele ist – nur muss ich jetzt für zwei Wochen auf Pasta verzichten.

Renata Angehrn-Würmli liebt Rosamunde Pilcher Filme - und die Farbe pink. (Bild: Andrea Stalder)

Renata Angehrn-Würmli liebt Rosamunde Pilcher Filme - und die Farbe pink. (Bild: Andrea Stalder)

Womit tanken Sie Energie?

Ich schaue gerne Filme von Rosamunde Pilcher oder verbringe Zeit mit meiner Familie, meiner allerbesten Energie-Tankstelle.

Haben Sie eine spezielle Strategie, um sich aus einem Tief zu befreien?

Ich habe schon so vieles erlebt, ich falle nicht mehr so schnell in ein Tief. Ich finde eine Lösung und mache weiter, etwas anderes kann man ja nicht machen. Meine Mama hat immer gesagt: «Hilf dir selbst und dann hilft dir Gott.»

Wonach schmeckt Glück für Sie?

Wenn ich die Augen schliesse und Lavendel rieche, dann ist die Welt wieder in Ordnung.

Welche Religion oder Philosophie fasziniert Sie?

Ich habe meine eigene Philosophie: So wie du mit anderen bist, so sind sie zu dir. Das Leben ist ein Geben und ein Nehmen. Alles hat einen Grund. Sätze wie diese machen vieles im Leben einfacher.

Mit wem würden Sie gerne einen Tag lang Ihr Leben tauschen?

Mit niemandem, denn dann hätte ich einen Tag weniger von meinem Leben.

Was würde in Ihrer Kontaktanzeige stehen?

Wenn Du starke Nerven hast, Rosamunde-Pilcher-Filme-Marathons überstehst und damit leben kannst, dass ich nicht gerne Koche, dann musst du nur noch an meinen Kindern vorbei und wir können uns anschliessend zum ersten Date treffen.

Worauf freuen Sie sich an einem freien Wochenende?

Als Selbstständige habe ich keine freien Wochenenden, ich arbeite quasi immer – sei es für meine Agentur oder etwas im Haushalt. Aber wenn ich ein freies Wochenende hätte, dann würde ich den ganzen Tag – ohne ein schlechtes Gewissen zu haben – Serien Wie «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» schauen.

Was war Ihr erster Traumberuf?

Ich wollte Stewardess werden.

Warum ist nichts daraus geworden?

Ich habe in der Schule kein Englisch lernen können, da ich so schlecht in Französisch war.

Wie ist es beruflich für Sie weitergegangen?

Ich wollte dann einen Beruf lernen, in dem ich auf möglichst wenig Frauen treffe. Gelernt habe ich dann aber trotzdem Drogistin – mit ganz vielen Frauen. Danach arbeitete ich im Service und dann gründete ich meine Agentur «people and more».

Renata Angehrn-Würmli organisiert emeinsam mit ihrer Tochter Joy die Swiss Men's Award. (Bild: Andrea Stalder)

Renata Angehrn-Würmli organisiert emeinsam mit ihrer Tochter Joy die Swiss Men's Award. (Bild: Andrea Stalder)

Wie sind Sie zur Idee der Wahl eines Mr. Right gekommen?

Als die Mr. Schweiz Wahl 2013 abgesetzt wurde, wollte ich diese erst übernehmen. Der Kaufpreis war aber viel zu hoch und ausserdem hatte ich eine eigene Idee im Hinterkopf, welche ich schon lange realisieren wollte. Der zweite Mr. Right wird am 28. März 2020 in Zürich im Rahmen unseres Swiss Men’s Award gewählt. Zuvor durchlaufen die Männer während eines halben Jahres diverse Challenges und können sich in verschiedenen Fachbereichen ausprobieren – als Influencer, Model, Moderator oder im Event-Business.

Was steht bei so einer Challenge für die Männer an?

Bei der Reto Hanselmann-Wiesn etwa werden sie im Service tätig sein. Dafür werden sie dann mit Sympathiepunkten bewertet sowie gemäss ihrer Leistung. Wir haben mit jedem Coach so eine Challenge vorbereitet.

Machen Sie dieses Projekt alleine?

Nein, meine Tochter Joy unterstützt mich.

Was möchten Sie unter allen Umständen in diesem Leben noch machen?

Nach New York reisen. Das werde ich auch bald machen, denn meine Kinder haben mir das zum Geburtstag geschenkt. Und ich würde gerne mit der Transsibirischen Bahn durch Russland fahren.

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