Rekurs verzögert Neubau des Stalls auf dem Arenenberg

Weil gegen die erteilte Baubewilligung beim Verwaltungsgericht Rekurs eingereicht worden ist, verzögert sich der Neubau des Milchviehstalls am Arenenberg. Das schreibt der Kanton in einer Mitteilung von Donnerstag.

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Der alte Stall auf dem Arenenberg.

Der alte Stall auf dem Arenenberg.

(Bild: Reto Martin)

Der Grosse Rat hat im Dezember 2018 dem Kreditantrag für den Neubau Milchviehstall mit Weideübergang mit grossem Mehr zugestimmt. Zuvor lehnte es einen Antrag ab, den Kredit von 2,43 Millionen Franken aus dem Budget zu streichen. Seither wurden die Planungs- und Vorbereitungsarbeiten zügig vorangetrieben und das Baugesuch eingereicht, wie es in der Mitteilung heisst.

Am 2. Dezember wurde das Baugesuch bewilligt. Gegen den Entscheid des Gemeinderates Salenstein wurde innerhalb der Frist das Rechtsmittel ergriffen und beim Verwaltungsgericht Rekurs erhoben. «Das Verfahren ist hängig und führt zu einer Verzögerung des Baustarts», schreibt der Kanton in der Mitteilung. Mit einem Entscheid des Verwaltungsgerichts sei erfahrungsgemäss innert sieben Monaten zu rechnen. Der Bezug des Neubaus dürfte sich um mindestens ein Jahr verzögern. Ursprünglich sollte er im Frühling 2020 fertiggestellt sein.

Praxisnähe fehlt derzeit

Für die Lernenden und Lehrkräfte habe dies zur Folge, dass der Vorteil eines nahegelegenen Kuhstalls noch nicht genutzt werden könne. Für den Theorieunterricht sei dies kein Hindernis, aber die wichtige Vertiefung des Lernstoffes am praktischen Beispiel – an der Kuh und der Herde im Stall – komme zu kurz.

Der Neubau ersetzt den 1959 erstellten und 1990 erweiterten Stall. Im neuen Stall können 52 Milchkühe und neun Kälber untergebracht werden. Zentrales Element der Anlage ist ein automatisches Melksystem. Damit die Kühe möglichst viel weiden können, sollen sie zwischen der Weide, dem Melkroboter und dem Stall frei zirkulieren können. (red)