Regionaler Führungsstab koordiniert Helfende und Hilfesuchende im Hinterthurgau

Wer zur Risikogruppe gehört und Hilfe benötigt, dem wird geholfen. Die verschiedensten Initiativen der Nachbarschaftshilfen im Hinterthurgau werden vom Regionalen Führungsstab koordiniert.

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Benötigt jemand in der Region Hinterthurgau Unterstützung beim Einkaufen oder anderen Tätigkeiten, kann man sich an den Regionalen Führungsstab wenden.

Benötigt jemand in der Region Hinterthurgau Unterstützung beim Einkaufen oder anderen Tätigkeiten, kann man sich an den Regionalen Führungsstab wenden. 

Bild: Christian Beutler / Keystone

(pd) Es sei verdankenswert und extrem erfreulich, was für eine riesige Solidaritätswelle momentan über das ganze Land rolle, schreibt der Regionale Führungsstab Hinterthurgau in einer Medienmitteilung.

Obwohl physische Begegnungen nur noch sehr begrenzt möglich und teilweise sogar verboten seien, habe der Coronavirus die Bevölkerung eng zusammenrücken lassen.

Die Kräfte bündeln

Unzählige Menschen landauf und landab, die gesund sind, aber nicht mehr arbeiten dürfen, möchten jetzt nur zu gerne ihre Arbeitskraft den Personen aus der Risikogruppe zur Verfügungen stellen. Verschiedenste Initiativen von Privaten, Kirchen, Vereinen, Institutionen sind innert Kürze auf die Beine gestellt worden.

Es gelte nun diese Kräfte zu bündeln und die Einsätze der zahlreichen Helferinnen und Helfer zu koordinieren, heisst es in der Mitteilung. In den Gemeinden des Bezirks Münchwilen ist dafür der Regionale Führungsstab Hinterthurgau (RFS HTG) zuständig.

Hilfe für alle, die Hilfe brauchen

Der RFS HTG ruft nochmals dazu auf:

«Personen im Alter ab 65 Jahren oder solche mit Vorerkrankungen müssen jetzt unbedingt zu Hause bleiben.»

Nur so könne es gelingen, die Verbreitung des Virus zu verzögern und damit unser Gesundheitssystem vor einem Kollaps zu bewahren. Um diese schlimme Situation gemeinsam meistern zu können, brauche es jetzt Solidarität und Zusammenhalt. Wer Hilfe brauche, dem soll so schnell als möglich geholfen werden.

Um sicherzustellen, dass alle benötigte Hilfe so schnell als möglich ankommt, benötige es eine zentrale, öffentliche Koordinationsstelle. Die Thurgauer Regierung und der Kantonale Führungsstab haben diese Aufgabe dem RFS HTG übergeben.

Sämtliche Hilfsinitiativen – egal welcher Art – seien so schnell wie möglich dem RFS HTG zu melden, heisst es in der Medienmitteilung. Ebenso könnten sich weitere Personen beim RFS HTG melden, die gesund sind und ebenfalls helfen möchten.

Personen mit medizinischen Grundkenntnissen gesucht

Der Regionale Führungsstab sucht auch nach Personen mit medizinischen Grundkenntnissen: «Wenn Sie über medizinische Grundkenntnisse verfügen, helfen wollen und nicht zur Risikogruppe (Menschen über 65 Jahre oder mit Vorerkrankungen) gehören, melden Sie sich so schnell als möglich beim RFS Hinterthurgau», schreibt der RFS HTG. Nach der ersten Kontaktaufnahme werden diese Personen umgehend an den Kantonalen Führungsstab weitergeleitet, der jederzeit informiert ist, wo Personen mit medizinischen Vorkenntnissen am dringendsten benötigt werden.

Und ganz besonders solle  auch die andere Seite, den RFS HTG in Anspruch nehmen. Also diejenigen Menschen, die Unterstützung benötigen, zum Beispiel für das Einkaufen oder fürs Gassigehen mit dem Hund. Beim RFS HTG seien im Bereich der Nachbarschaftshilfe alle an der richtigen Stelle.

Hinweis
Der Regionale Führungsstab Hinterthurgau ist unter der Telefonnummer 071 973 96 10 (Montag bis Samstag, 0800 bis 18.00 Uhr) oder jederzeit per Email an rfs@zso-hinterthurgau.ch erreichbar.