Reggae-Konzert zeigt: Eschliker Bibliothek will nicht mehr nur Bücherwürmer anlocken

Die Eschliker Bibliothek macht einen Schritt raus aus dem klassischen Bild des Bücherhauses. Aktuelles Beispiel dafür ist das Konzert der Thurgauer Reggae-Band Jar.

Christoph Heer
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Jar spielt sich am Sonntagabend in der Eschliker Bibliothek mit kraftvollem Reggae in die Herzen der gut 40 Besucher.

Jar spielt sich am Sonntagabend in der Eschliker Bibliothek mit kraftvollem Reggae in die Herzen der gut 40 Besucher.

(Bild: Christoph Heer)

Mit der Thurgauer Band Jar trat am Sonntagabend eine ebenso bekannte wie beliebte Band in der Eschliker Bibliothek auf. Über 40 Besucher liessen sich von den zuweilen stark an Bob Marley erinnernden Klängen verwöhnen. Ruhig sitzen zu bleiben, war nahezu unmöglich.

Seit 14 Jahren besteht nun Jar bereits und seit je her setzen sie auf die Karte Reggae, klassischer Rocksteady und Traditional Ska. Raphael Mäder, Gino Longo, Dimitri Häberli, Timo Tschabrun und Daniel Häberli gelang es von Beginn weg, das Publikum abzuholen und es auf eine musikalische Reise, die von Liebe und Musik geprägt ist, mitzunehmen.

Spass daran hatte offensichtlich auch Bibliotheksleiterin Susanne Rüdisühli. Obschon von den Klängen vereinnahmt, kümmerte sie sich mit ihrem Team um die Neuankömmlinge, besorgte mehr Stühle und schaute, dass sich alle wohl fühlen. Eschlikons Gemeindepräsident Hans Mäder genoss das Ambiente ebenso wie Ständerätin Brigitte Häberli. Aber auch etliche Schulkinder, Wallenwiler Theaterschauspieler oder ehemalige und aktuelle Gemeinderäte erfreuten sich an diesem gut einstündigen, musikalischen Leckerbissen.

Fiel auf Fasnachtssonntag

Susanne Rüdisühli sagte: «Wir haben die Band schon im vergangenen Herbst gebucht. Damals dachten wir noch gar nicht daran, dass es auf diesen Fasnachtssonntag fällt. Nichtsdestotrotz, wir sind positiv überrascht, dass so viele Personen gekommen sind.»

Es ist nicht das erste Mal, dass in der Bibliothek Anlässe anderer Art stattfinden: Poetry Slam, Referate, oder jetzt das Reggaekonzert. Man will raus aus der klassischen Wahrnehmung einer Bibliothek. Susanne Rüdisühli sagt dazu, dass man sich öffnen will:

«Wir wollen nicht mehr nur Bücherwürmer und Lesestoff-Fanatiker bei uns begrüssen.»

Mit solchen Programmpunkten wolle man für Abwechslung sorgen und so neue Besucher anlocken. Ein weiterer Schritt dazu ist dem Bibliotheksteam mit dem Auftritt von Jar äusserst gut gelungen. Die 40 Besucher bereuen ihr Kommen nicht, zumal ja bei weitem nicht alles Fasnächtler sind und dankbar für solche Alternativen.

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