Regen entspannt die Lage im Thurgau – Waldbrandgefahr bleibt auf Stufe 3

Bei den Fliessgewässern zeichnet sich aber noch keine Besserung ab. Die Waldbrandgefahr bleibt vorläufig auf Stufe 3.

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In diesen Tagen muss wieder mal zum Regenschirm gegriffen werden.

In diesen Tagen muss wieder mal zum Regenschirm gegriffen werden.

Donato Caspari

(red) Aufgrund der Wetterprognose zeichnet sich eine Entspannung in den Wäldern und der Landwirtschaft des Kantons Thurgau ab. Vorausgesagt sind laut einer Pressemitteilung des Kantons rund 40Millimeter Niederschlag bis Ende Woche. Die Waldbrandgefahr wird vorläufig auf Stufe 3, die erhebliche Gefahr bedeutet, beibehalten. Die Bevölkerung sei weiterhin angehalten, nur auf offiziellen, befestigten Feuerstellen Feuer zu entfachen. «Bei starkem Wind soll ganz auf das Feuern im und am Wald verzichtet werden. Feuer in Feuerstellen sind vor dem Verlassen zwingend zu löschen», hält der Kanton fest.

Keine Besserung bei Fliessgewässern

Bei den Fliessgewässern zeichnet sich laut der Mitteilung keine Besserung ab. Die Fliessgewässer weisen für die Jahreszeit ein tiefes Niveau auf. Um für Entspannung bei den Fliessgewässern zu sorgen, dürfte die angekündigte Regenmenge zu tief sein, so die Einschätzung des Fachstabs Trockenheit. Seit Ende der Schneeschmelze ist auch der Pegel der Thur sinkend.

Am vergangenen Wochenende wurden erste Abfischungen in der Murg, Sirnach, und im Tanneggerbach, Fischingen durchgeführt. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass bei andauernder Trockenheit in diesen Gewässern jeweils zuerst eine Abfischung nötig war. Die Jagd- und Fischereiverwaltung Thurgau beobachte die Lage, schreibt der Kanton weiter. Wo nötig werden Abfischungen durch die Fischereiaufsicht selbst durchgeführt oder mit den zuständigen Fischereipächtern koordiniert. «Ein Wasserentnahmeverbot wird bei der aktuellen Beurteilung der Lage jedoch noch nicht als nötig erachtet.»

Erste Engpässe bei der Trinkwasserversorgung

Die meisten Grundwasservorkommen weisen Wasserstände im Normalbereich auf. Aber einige hoch gelegene und damit vom Regen abhängige Grundwasservorkommen habe sich seit der Trockenheit 2018 nicht erholen können. Der Trinkwasserbedarf erreicht teilweise bereits Sommerspitzenwerte. Erste Wasserversorgungen sind mit Engpässen konfrontiert.

So haben die Gruppenwasserversorgung Thurgauer Oberland, bestehend aus den drei Gemeinden Altnau, Güttingen und Langrickenbach und die Regio Energie Amriswil vorsorglich zum Wassersparen aufgerufen.