Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Nächtliche Autorennen auf Thurgauer Strassen verursachen aufwendige Ermittlungen und verschlingen Ressourcen

Bei der Kantonspolizei häufen sich Hinweise wegen Raser auf den Thurgauer Strassen.
Um sie zur Strecke zu bringen, leistet die Polizei intensive Ermittlungen nebst dem regulären Dienst.
Silvan Meile
In der Nacht drücken Raser besonders stark aufs Gaspedal. (Bild: Getty Images / Xuanyu Han)

In der Nacht drücken Raser besonders stark aufs Gaspedal. (Bild: Getty Images / Xuanyu Han)

Nachts heulen die Motoren am lautesten. Und sie tun das immer öfters. Bei der Thurgauer Kantonspolizei häufen sich Hinweise und Reklamationen wegen übermässigen Lärms und überhöhten Geschwindigkeiten, sagt Kapo-Mediensprecher Matthias Graf. Auch die Regierung weiss von den quietschenden Reifen auf Thurgauer Strassen. «Vermehrt rückt die Thurgauer Kantonspolizei wegen nächtlicher Autorennen aus», bestätigte Regierungsrätin Cornelia Komposch an der letzten Sitzung des Grossen Rates vor der Sommerpause. Es war einer der Punkte, an denen die Vorsteherin des Departementes für Justiz und Sicherheit aufzeigte, wo den Ordnungshütern derzeit Mehraufwand zu schaffen macht.

Ein grosser Aufwand wie bei Kriminalfällen

«Der Umgang mit diesen neuen Phänomenen – zum einen Rennen mit mehreren beteiligten Fahrzeugen, zum anderen das Ausleben von Geschwindigkeits- und Beschleunigungsexzessen – bedeutet für die Kantonspolizei Thurgau eine zusätzliche Herausforderung», sagt Graf. Tatsächlich seien Spezialisten der Verkehrspolizei derzeit mit aufwendigen Ermittlungsverfahren beschäftigt, um solche Bleifuss-Automobilisten zur Strecke zu bringen. Mehr will Graf dazu nicht sagen: «laufendes Verfahren».

Teilnehmer von illegalen Autorennen sind oftmals junge Männer in aufgemotzten, hochmotorisierten Boliden. Nicht selten filmen sie ihre halsbrecherischen Fahrten, stellen die Videos danach wie Trophäen in geschützte Bereiche des Internets, um bei anderen Rasern anzugeben.

Zu den umfangreichen Abklärungen der Kantonspolizei gehören auch Auswertungen von digitalen Geräten wie Mobiltelefonen oder Computern. Hinzu kommen umfangreiche Abklärungen im Umfeld der Raser und «aufwendige technische Kontrollen durch Fahrzeugexperten», erklärt Graf. Die involvierten Personen müssten meist mehrmals befragt werden. Graf gibt noch zu bedenken, dass der Aufwand dieser Fälle vergleichbar sei mit solcher der Kriminalpolizei. Mehrere Wochen bis ein paar Monate können sich Ermittlungsverfahren gegen Raser hinziehen und würden von der Kantonspolizei zusätzliche Ressourcen erfordern. «Solche Verfahren können nicht im regulären Dienst erledigt werden.»

Mit Via sicura die Schraube angezogen

Die Problematik mit Rasern oder illegalen Autorennen beschränke sich nicht auf einzelne Regionen. «Raserdelikte werden im ganzen Gebiet des Kantons Thurgau festgestellt und zur Anzeige gebracht, vorwiegend auf Autobahnen und Hauptstrassen», sagt Graf. Raserdelikte beziehungsweise grobe Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz werden aufgrund des 2013 in Kraft getretenen Sicherheitsprogramms Via sicura streng geahndet. «Qualifizierte Delikte haben eine Strafandrohung von mindestens einem Jahr Gefängnis und einen Führerausweisentzug von mindestens zwei Jahren zur Folge.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.