Queere Filmkultur

Beim Schwullesbischplus-Filmfestival «Pink Apple» in Frauenfeld steht das Thema Coming-out im Zentrum

Die 23.Ausgabe des queeren Filmfestivals macht von diesem Freitag bis Sonntag Halt an seinem Gründungsort in Frauenfeld. Im Cinema Luna stehen über 20 Veranstaltungen auf dem Programm.

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Ausschnitt aus dem Film «Anne+».

Ausschnitt aus dem Film «Anne+».

Bild: PD

(red) Kommendes Wochenende, 27. bis 29. November, steht das Cinema Luna am Frauenfelder Bahnhof drei Tage lang im Zeichen von «Pink Apple» – mit einem aktuellen Überblick über das queere Filmschaffen aus aller Welt. Auf dem Programm stehen über 20 Veranstaltungen, wie einer Medienmitteilung der Veranstalter zu entnehmen ist.

Die mittlerweile 23. Ausgabe des Schwullesbischplus-Filmfestivals startet am Freitagabend mit dem deutschen Spielfilm «Futur Drei». Im mehrfach preisgekrönten Erstlingswerk geht es um eine Liebesbeziehung zwischen einem iranischen Flüchtling in einem Flüchtlingsheim und einem Deutsch-Iraner. Seine Schweizer Premiere feiert in Frauenfeld der Spielfilm «Minyan» (USA), in dem ein junger New Yorker seine Homosexualität entdeckt und damit in Konflikt gerät mit seiner russisch-jüdischen Familie. Zudem ist im Luna bereits der Spielfilm der Zürcher Closing-Night zu sehen: In «Kokon» (D) bahnt sich ein 14-jähriges Mädchen einen Weg durchs Erwachsenwerden und entdeckt ihre Liebe für andere Mädchen.

Ausschnitt aus dem Film «futur drei».

Ausschnitt aus dem Film «futur drei».

Bild: PD

Queeres Leben auch an Thurgauer Schulen

Das Fokusthema des diesjährigen Festivals, «Coming-out – eine unendliche Geschichte», bildet auch in Frauenfeld einen Schwerpunkt. Dies geschieht einerseits mit dem Kurzfilmprogramm «Coming-out» am Sonntag, andererseits mit der Podiumsdiskussion «LGBT ist überall – auch an Thurgauer Schulen?» am Samstag. Darüber diskutiert die Moderatorin Corinne Riedener (Redaktorin Kulturmagazin «Saiten») unter anderem mit Selma Wagenbach aus Kreuzlingen, die eine Maturaarbeit zur «Aufklärung über LGBTQ+-Themen an Schulen im Kanton Thurgau» verfasst hat, wozu auch ein kurzer Dokumentarfilm gehört.

Ausschnitt aus dem Film «Kokon».

Ausschnitt aus dem Film «Kokon».

Bild: PD

Die wegen Covid-19 von Frühling auf Herbst verschobene 23. Ausgabe von «Pink Apple» ist am 20. Oktober in Zürich gestartet und dauert noch bis 15. Dezember. Am 9. Januar 2021 wird im Filmpodium Zürich der Pink Apple Festival Award 2020 an Ulrike Ottinger vergeben. Das Filmfestival findet nunmehr seit 1998 in Frauenfeld statt – und seit 2000 zusätzlich in Zürich.

Das ganze Programm auf www.pinkapple.ch und www.cinemaluna.ch