Die ausgebaute Kläranlage Aadorf kann pünktlich zu ihrem 50-Jahr-Jubiläum eingeweiht werden

Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Aadorfer Kläranlage sind in vollem Gange.

Olaf Kühne
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Die Aussenwände sind betoniert: Neben den bestehenden Klärbecken entsteht ein weiteres sogenanntes Biologie-Becken.

Die Aussenwände sind betoniert: Neben den bestehenden Klärbecken entsteht ein weiteres sogenanntes Biologie-Becken.

(Bild: Olaf Kühne)

12500 Kubikmeter Aushub, 860 Kubikmeter Beton und 206 Tonnen Armierungseisen bereits verbaut – mit sichtlichem Spass an der Sache berichtet Bruno Lüscher vom Stand der Bauarbeiten an «seiner» Kläranlage. War er doch nicht nur langjähriger Aadorfer Gemeindeammann und Präsident des Abwasserzweckverbandes Lützelmurgtal. Nach wie vor wirkt der FDP-Kantonsrat als Präsident der Baukommission für die Erweiterung der 47-jährigen Anlage.

«Die Einweihung haben wir für den Frühling 2023 geplant.»

Und mit dieser Funktion dürfte Lüscher noch ein Weilchen beschäftigt sein. «Die Einweihung haben wir für den Frühling 2023 geplant», sagte er an der gestrigen Medienorientierung. «Pünktlich zum 50-Jahr-Jubiläum, aber das ist ein Zufall.»

Baukommissionspräsident Bruno Lüscher und Verbandspräsident Matthias Küng besichtigen die Baustelle.

Baukommissionspräsident Bruno Lüscher und Verbandspräsident Matthias Küng besichtigen die Baustelle.

(Bild: Olaf Kühne)

Gemeinsam mit seinem Nachfolger in zwei Ämtern, Gemeinde- und Zweckverbandspräsident Matthias Küng, berichtete Lüscher vom Stand der Arbeiten, ein knappes halbes Jahr nach dem Baustart. «Wir kommen sehr gut vorwärts», sagte er. So konnten bereits – nicht zuletzt dank des milden Winters – die 6,6 Meter hohen Wände des neuen Biologie-Beckens betoniert werden. Dieses wurde erforderlich, weil die Kläranlage einst für maximal 18000 Einwohner ausgelegt wurde, in ihrem Einzugsgebiet aber schon über 20000 Menschen leben.

Der Ausbau ist indes nicht nur dem Bevölkerungswachstum geschuldet. Unmittelbar neben dem neuen Becken wird bald ein weiterer Neubau in Angriff genommen: eine zusätzliche Reinigungsstufe für die Eliminierung sogenannter Mikroverunreinigungen; vorwiegend Medikamentenrückstände im Abwasser.

Läuft weiterhin alles nach Plan, ist der Rohbau bis Ende dieses Jahres fertiggestellt, die ganze Anlage dann im September 2022.