Primarschulgemeinde

Die Krux mit dem Finanzausgleich: Warth-Weiningen rechnet mit einem Defizit

Einstimmig nahmen die Stimmbürger der Primarschulgemeinde Warth-Weiningen das Budget von 2021 an, auch wenn der Beitrag an den Kanton noch nicht feststeht.

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Ein Blick auf das Primarschulgebäude von Warth-Weiningen

Ein Blick auf das Primarschulgebäude von Warth-Weiningen

(Bild: PD)

Das Budget 2021 rechnet mit einem Minus von 82'000 Franken – bei einem Gesamtaufwand von 2,92 Millionen Franken. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 41 Prozent. «Das solide Eigenkapital der Schulgemeinde kann das verkraften», sagte Finanzchefin Prisca Straub. So weit, so gut. Wenn da nicht die Krux mit dem Finanzausgleich wäre.

Der Beitrag an den Kanton wächst erneut und lässt sich aufgrund des revidierten Beitragsgesetzes nicht verlässlich budgetieren. Der Grund für das Wachstum liegt bei der hohen Steuerkraft der Schulgemeinde. «Hinzu kommt die angepasste Abschöpfungsquote», sagte Straub, womit der Kanton finanzstarke Gemeinden zur Kasse bitte. So habe er im Coronajahr 2020 die Quote aufgrund seiner prognostizierten Steuereinbussen von 34 auf 56 Prozent erhöht. Die Finanzchefin sagte:

«Vor diesem Hintergrund ist es nahezu unmöglich, zu budgetieren.»

Man rechne für 2021 mit einem Beitrag von mindestens 850'000 Franken. Das Budget wurde von den 44 Stimmberechtigten einstimmig gutgeheissen.

Schulpräsident Pius Krähemann hatte einige Wechsel im Personal zu verkünden. So hat die langjährige Schulleiterin Brigitta Fegble im Sommer die Schule verlassen. An ihrer Stelle amtet nun Barbara Luginbühl, die das neue Schuljahr mit 114 Kindern und 15 Lehrkräften in Angriff nahm. Mit der Unterstufenlehrerin Julia Sieber und Prisca Straub stehen zwei weitere Abgänge bevor.

Pius Krähemann ist der Schulpräsident von Warth-Weiningen.

Pius Krähemann ist der Schulpräsident von Warth-Weiningen.

Bild: Evi Biedermann

Emotional war die Verabschiedung von Gabriella und Markus Bächer. Die Wohnung des langjährigen Hauswartepaars fällt der Schulraumerweiterung zum Opfer, für die im Juni in einer knappen Urnenabstimmung ein Planungskredit bewilligt wurde. Daraufhin kündigte das Hauswartepaar seine Stelle auf Ende November. Bächers Nachfolge ist Phillip Weber.

Seit Sommer haben vier Architektenbüros ihre Pläne für die Schulhauserweiterung eingereicht. Die Wahl fiel letztlich auf das Frauenfelder Architekturbüro Innoraum AG, das schon das 30-jährige Schulhaus Vogelhalde plante. Damals unter dem Namen Kräher&Jenni. Nun gibt es ein Vorprojekt. Dann kommt der Baukredit vor die Schulbürger.