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Hitzesommer machte Aadorfer Heimbewohnern und Personal zu schaffen

In der Aadorfer Demenz-Wohngruppe «Adesta» wird es im Sommer zu heiss. Am 5. Dezember bringt der Gemeinderat eine interessante Lösung an die Gemeindeversammlung.
Olaf Kühne
Durch den angehobenen Dachausschnitt mit seinen Fenstern soll die Demenz-Station künftig gekühlt werden. Bild: PD

Durch den angehobenen Dachausschnitt mit seinen Fenstern soll die Demenz-Station künftig gekühlt werden. Bild: PD

Im Sommer wird es heiss. Das weiss nicht nur die Klimajugend. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Demenzstation Adesta des Aadorfer Alterszentrums Aaheim mussten diese Erfahrung auch heuer wieder machen. Im eingeschossigen, dunklen Holzbau stieg das Thermometer im vergangenen Sommer regelmässig auf 32 Grad.

Zu akuten gesundheitlichen Problemen führte diese Hitze laut Gemeindeschreiberin Manuela Fritschi zwar nicht – aber: «Ein unzumutbarer Zustand für die Pflegebedürftigen und für das Personal», ist der Aadorfer Gemeinderat überzeugt und bringt deshalb eine Vorlage an die Gemeindeversammlung, mit welcher er das Problem beseitigen will.

«Sanierung» nennt die Behörde das Vorhaben recht trocken. Dahinter steckt indes eine ziemlich ausgeklügelte Idee. Da die Demenz-Wohngruppe in einem «Holz-Leichtbau mit unzureichender Wärmedämmung» residiert, der noch dazu über ein Oberlicht verfügt, welches den Innenraum zusätzlich aufheizt, setzt das nun vorliegende Projekt in erster Linie auf Fassade und Dach – wofür «umfangreiche Analysen erstellt und geprüft» wurden.

Aufbau und Vordach kühlen Gebäude

Die Gemeindeversammlung vom 5. Dezember befindet nun über einen Kredit von 730'000 Franken. Die Betriebskommission des Aaheims unter der Leitung von Gemeinderat Andreas Meister will damit ein Fotovoltaik-Dach auf das bestehende Dach setzen.

Dieses neue Dach ragt deutlich über das bestehende Gebäude hinaus und soll nur schon durch den dadurch entstehenden Schattenwurf zu einem sogenannt konstruktiven Sonnenschutz führen. Zusätzlich wird das Solarzellen-Dach in der Mitte durch einen Aufbau mit Fenstern unterbrochen. Da das neue Dach nicht mehr flach, sondern leicht schräg gestellt ist und zudem einen Abstand zum darunter liegenden Gebäude hält, soll künftig die – steigende – Wärme effektiv aus dem Haus abgeleitet werden und dieses sich durch die Hinterlüftung der Aussenhülle erst gar nicht mehr so stark aufheizen wie bis anhin. Das Ganze funktioniert also ohne Klimaanlage.

Und weil das Fotovoltaik-­Dach zusätzlich Strom produziert, ist der Gemeinderat überzeugt: «Die Massnahmen finanzieren sich komplett selber.» «Das Solardach ist auf 25 Jahre gerechnet», bestätigt Gemeindeschreiberin Manuela Fritschi auf Nachfrage unserer Zeitung. «Da der erzeugte Strom direkt vom Aaheim verbraucht werden kann, mindern sich so dessen Betriebskosten mindestens über diesen Zeitraum.»

Bezüglich der gemeinderätlichen Mitteilung ergänzt Fritschi, dass im Umfeld des Projektes auch die Frage aufgetaucht sei, ob man sich denn mit dem Umbau nicht buchstäblich die Möglichkeit verbaue, das Gebäude dereinst aufstocken zu können. «Die Betriebskommission hat uns bestätigt, dass eine Aufstockung nie geplant gewesen sei, und die Grösse der Station auch künftig reiche.»

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