Premiere: Schnitzelbänkler präsentieren Pointen aus der Gemeinde Fischingen

Drei Fasnächtler feierten Premiere und gaben als «Schnitzelbank Fischingen» ihre satirischen Reime zum Besten.

Christoph Heer
Drucken
Teilen
Die drei Fischinger Schnitzelbänkler feierten ihren Premierenauftritt im Restaurant Scheidweg.

Die drei Fischinger Schnitzelbänkler feierten ihren Premierenauftritt im Restaurant Scheidweg.

(Bild: Christoph Heer)

Die Fischinger Fasnacht hat ab sofort ein neues Aushängeschild. Drei einheimische Schnitzelbänkler sorgten am Sonntag für beste Unterhaltung, es war der erste Auftritt der drei Fasnächtler. Während je gut 25 Minuten unterhielten sie das Publikum an ihren vier Auftrittsorten. Lacher und Applause ernteten sie allerorts.

«Di alti Chäsi z’Dusslig hätt, ganz neui Parkplätz, oh wiä nätt. Aber d’Nummere vo eis bis acht, händs i di falschi richtig gmacht. Vo rächts noch links, so wie d’Araber, s’gseht komisch us, scho fast makaber.» Auf die Schippe nahmen sie alle möglichen und vor allem skurrile Angelegenheiten, welche sich in der Gemeinde Fischingen abgespielt haben.

Das Trio betont jedoch, dass es sich ausschliesslich um Spass gehen soll. «Wir hauen niemanden in die Pfanne. Vielmehr wollen wir die Zuhörer unterhalten und mit den witzigen Anekdoten für Kurzweil sorgen», sagt einer der Schnitzelbänkler. Der Grüngutsammelplatz kriegt dabei sein Fett ebenso weg wie die vier Elektras oder das Evakuierungskonzept im Schulhaus Sonnenhof.

Die Krux mit der Waldruh

«Lueg emol, sones schöns Panorama, en wundervolle Campingplatz. Mängmol gits det obä aber es Drama, sie gänd denand au uf de Latz. Gnüsses und mach d’Auge zue, mä kennt de Platz au underem Name Waldrue.» Eine Anspielung auf die kürzlich an die Öffentlichkeit getretenen Probleme innerhalb des Campingplatzes, deren Nutzer und Betreiber.

Satire darf schliesslich fast alles, nur Schnitzelbänkler dürfen gänzlich alles. Vor dem inneren Auge der Zuhörer laufen die Geschichten noch einmal ab. Manch unterhaltsame Episode kann Revue passiert gelassen werden und Erinnerungen steigen hoch.

Die Fischinger Schnitzelbänkler sehen sich selber als eine Art Bereicherung der hiesigen Fasnacht. «Wir drei haben uns gesucht und gefunden. Die Harmonie untereinander ist spürbar, wenn doch bloss der Gitarrenspieler sein Instrument etwas besser beherrschen würde», sagt einer. Der Gitarrist entgegnet:

«Was nützt ein toller Gitarrenspieler, wenn die anderen beiden nicht singen können.»

Da haben sich tatsächlich drei Protagonisten zusammengetan, die Unpassendes passend machen und offensichtlich Spass daran haben. Das Rampenlicht nutzten die Fasnächtler, um auf ihren Support hinzuweisen: «Eigentlich gehört aber Johnny Loser auch noch zu uns dazu. Er hat uns beim Malen der Bilder tatkräftig unterstützt; danke Johnny.»

Und zum Schluss werfen sie einen Blick in den südlichsten Teil des Thurgaus: «I de Au, do gits e neui Beiz, im Schuelhuus, mit ganz bsunderem Reiz. Me cha nur sägä, dank sei Gott, d’Betrieberin Mirjam, diä macht da flott. S’neuscht, was jetzt det hinne händ, isch en Spielplatz für dä Präsidänt.»