Premiere im Eilzugstempo an der Bechtelisversammlung in Thundorf

Die Thundorfer Bechtelisversammlung am Montagabend stand im Zeichen des Budgets und Fragen aus dem Plenum. Zudem ehrte die Gemeinde mehrere Personen.

Samuel Koch
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Dani Kirchmeier führt am Rednerpult durch seine erste Versammlung als Gemeindepräsident.

Dani Kirchmeier führt am Rednerpult durch seine erste Versammlung als Gemeindepräsident.

Bild: Samuel Koch

Schnurstracks und ohne Umschweife. So führte Dani Kirchmeier am Montagabend in die traditionelle Bechtelisversammlung im Thundorfer Gemeindesaal ein. «Der neue Gemeinderat arbeitet mit viel Freude», sagte Dani Kirchmeier einzig zur neuen Konstellation, um dann seine Premiere im Eilzugstempo von 46 Minuten souverän hinter sich zu bringen.

Gleichbleibender Steuerfuss von 52 Prozent

101 Stimmberechtigte interessierten sich für die neuesten Finanzzahlen aus der Gemeindeverwaltung. Denn als Haupttraktandum befand die Versammlung über das Budget 2020, das bei gleichbleibendem Steuerfuss von 52 Prozent und einem Gesamtaufwand von rund 4,24 Millionen Franken mit einem Verlust von knapp 390'000 Franken rechnet. Finanzchefin Cornelia Fäh sagte:

«Dieses Defizit kann unsere Gemeinde problemlos verkraften.»

Obschon Thundorf neuerdings 1485 Einwohner zählt und die Gemeinde leicht und stetig wächst, rechnet sie mit fiskalischen Mindereinnahmen von knapp 300'000 Franken. «Mit unserem Eigenkapitalpolster sind wir aber gut bedient», sagte Fäh zu den knapp 3,5 Millionen auf der hohen Kante.

Geld für Hochwasserschutz und Wasserversorgung

In der Investitionsrechnung prognostiziert Thundorf fürs laufende Jahr Kosten von rund 750'000 Franken, die primär in den Hochwasserschutz und die Wasserversorgung fliessen. Ohne eine einzige Frage genehmigte die Versammlung das Budget einstimmig.

Fragen folgten dann aber unter Verschiedenes und Umfrage, auch zur Wasserversorgung und den Verzögerungen bei der Erweiterung des Reservoirs Hard. «Es ist gerodet, die Leitungen liegen frei», sagte Kirchmeier und prognostizierte den Baustart auf den Frühling.

Jemand im Saal wunderte sich, dass die Stromrechnung neuerdings einen Vergleich zum vorigen Quartal zieht und nicht mehr zu demselben Quartal im Vorjahr. «Das ist nicht bewusst passiert und wird mit einer Einstellung sicherlich geändert werden können», versicherte Cornelia Fäh. Zu diesem Thema informierte Kirchmeier über die veralteten, nicht mehr wartungsfähigen EDV-Anlagen der Verwaltung. Er sagte:

«Das Problem müssen wir bis 2021 angehen.»

Wegen des administrativen Aufwands bleiben Wasser- und Stromrechnung getrennt, was ein Anwesender monierte. Das ist in den Reglementen laut Kirchmeier so vorgesehen.

Aus dem Gemeinderat meldete sich lediglich Walter Eugster zu Wort und informierte über den Stand der Dinge in Sachen Fussgängerstreifen auf der Hauptstrasse. Die Gemeinde bleibe dran, sagte Eugster und ergänzte: «Offenbar geniessen wir aber beim Kanton nicht die höchste Priorität.»

Kantonsmeister und Abschied aus der Feuerwehr

Unter dem letzten Traktandum der Versammlung ehrte Gemeinderat Felix Jenni fünf Thundorfer Schützen, die sich seit dem Kantonalfinal im Juni Thurgauer Meisterschützen nennen dürfen. Es sind dies: Marco Meier, Andreas Dietrich, Bruno Haldenstein, Bruno Meier und Erwin Signer. «Es ist schön, dass jemand den Namen von Thundorf so positiv nach aussen trägt», sagte Gemeinderat Jenni, gratulierte und überreichte den zwei anwesenden Kantonsmeisterschützen einen Gutschein.

Eine Ehrung durfte auch Richard Frei über sich ergehen lassen, der nach 33 Jahren bei der Feuerwehr Thundorf aufhört. Frei trat ihr im Jahr 1987 bei, machte später den Gruppenführer und war seit 2011 Offizier. «Deine fast lückenlosen Besuche und Einsätze sind eine grosse Leistung», würdigte Gemeindepräsident Dani Kirchmeier Frei und verabschiedete ihn mit einem Händedruck und einem Gutschein in den verdienten Ruhestand.