Preise für die technische Forschung von Thurgauer Jugendlichen

Die Jugendförderung Thurgau prämiert jährlich die besten Arbeiten der BMS-Absolventen am Bildungszentrum für Technik. Der Stiftungspräsident war beeindruckt von den Themen.

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Die Autoren der Arbeiten mit Verantwortlichen der Jugendförderung und des Bildungszentrums. (Bild: PD)

Die Autoren der Arbeiten mit Verantwortlichen der Jugendförderung und des Bildungszentrums. (Bild: PD)

(red) Bestandteil der eidgenössischen Berufsmaturität ist die Interdisziplinäre Projektarbeit (IDPA), welche gegen Ende der Ausbildung erarbeitet wird. Kürzlich fand am Bildungszentrum für Technik (BZT) in Frauenfeld die jährliche Prämierung der besten Projektarbeiten statt.

Energieeinsparung ist ein zentrales Thema. Doch vielen ist nicht bewusst, dass weggeworfene Batterien noch nicht vollständig entleert sind. Aus diesem Grund stellten Géraldine Berther, Céline Keller und Jasmin Saxer einen Batterietester her. Mit einem eigens entworfenen Flyer können sich die Kunden ausserdem über Lagerung, Verwendung und Entsorgung informieren.

Mehala Sritharan und Desirée Waser forschten in ihrer Projektarbeit an einem alltagstauglichen Bioplastik aus möglichst natürlichen Materialien. Dabei lag das Hauptaugenmerk ihrer Arbeit, neben den zahlreichen Herstellungsvarianten, auf der Untersuchung ihres bestgelungenen Plastiks mit Beständigkeitstests. Schliesslich brachte ihnen ein Neophyt namens Kudzu den grössten Erfolg.

Wellenkraftwerk und Wasserfilter

Marc Kissling und Thierry Graf konstruierten ein Wellenkraftwerkmodell. Dazu bauten sie ein Wasserbecken, in welchem sie Wellen erzeugen können. Die Energie dieser Wellen konnte mit Hilfe von eigens konstruierten Turbinen in elektrische Energie umgewandelt werden. Die beiden Studenten kamen zum Schluss, dass Wellenkraftwerke in Zukunft rentabel werden und vermehrt zum Einsatz kommen.

Stefan Isenegger, Daniel Senn und Kevin Streiff beschäftigten sich mit der Thematik, wie man Menschen in Drittweltländern mit Trinkwasser versorgen kann. Schwerpunkt der Arbeit war die Herstellung eines Prototyps, welcher von Bakterien und dergleichen verschmutztes Wasser ohne externe Energiezufuhr zu Trinkwasser aufbereiten kann.

Matthias Hotz, Präsident der Stiftung Jugendförderung Thurgau, würdigte die Arbeiten und nahm die Preisverleihung vor. Er betonte, dass alle mit ihren Projektarbeiten «ausserordentliche Leistungen erbracht haben». Er sei beeindruckt von den aktuellen Themen der präsentierten Arbeiten.