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Präsident der Freunde alter Landmaschinen: Der Aadorfer August Sidler kaufte vor 50 Jahren seinen ersten Traktor

Mit Herzblut sorgt der Aadorfer August Sidler für seine drei Oldtimer, als wären es seine Kinder.
Christoph Heer
Sein ganzer Stolz: In August Sidlers Garage stehen drei Oldtimer. Jeder erzählt eine eigene Geschichte. (Bild: Christoph Heer)

Sein ganzer Stolz: In August Sidlers Garage stehen drei Oldtimer. Jeder erzählt eine eigene Geschichte. (Bild: Christoph Heer)

Einen Oldtimer sollte man niemals nur als Objekt, noch weniger als Spielzeug, besitzen. Egal ob es sich um einen Traktor, ein Auto, ein Motorrad, ein Einachser oder ein sonstiges altehrwürdiges Gerät handelt; «ein Oldtimerfan hat schlichtweg immer einen Bezug zu seinem wertvollen Besitz. Und mit wertvoll meine ich nicht den Kaufpreis, vielmehr ist es die Verbundenheit mit dem Gefährt. Ob es ein Erbstück ist oder ob man sogar zusammen alt geworden ist, in einem Oldtimer steckt Leben.»

«Ich bin ein Oldtimerfan, da spielt die Marke keine Rolle und zudem hat jeder einzelne Traktor eine Geschichte, das ist doch genau das Interessante daran.»

August Sidler weiss haargenau, wovon er spricht. Einerseits präsidiert der 71-Jährige seit 2013 die FALSO (Freunde Alter Landmaschinen Sektion Ostschweiz) und andererseits hat er als gelernter Meisterlandwirt schon früh den Kontakt zu Traktoren hautnah erlebt. «Das stimmt. In Hünenberg im Kanton Zug aufgewachsen, habe ich nach der Ausbildung zum Landwirt und später dann die Weiterbildung bis zum Eidgenössisch diplomierten Meisterlandwirt, stets in diesem Berufsfeld gearbeitet», erzählt August Sidler. «Und dank meinem Engagement in der Forschungsanstalt Tänikon FAT – heute Agroscope – habe ich meinen ersten Oldtimer kennen gelernt.»

Die Liebesgeschichte begann 1969

1969 war es, als die Forschungsanstalt in Tänikon ihren allerersten Traktor gekauft hatte. Damals und während 24 Jahren, amtete August Sidler als Betriebsleiter im landwirtschaftlichen Versuchsbetrieb und freute sich, dass zur Gründung der FAT auch ein erster Traktor mit dazu gehörte. «Es ist der Beginn einer kleinen Liebesgeschichte. Der SAME Centauro, Baujahr 1969, hat es mir von Beginn weg angetan. Denn vor vier Jahren habe ich diesen Centauro zu mir nach Hause geholt; sprichwörtlich.»

Die Augen August Sidlers glänzen immer mehr, je detaillierter er Auskunft über seinen nun dritten Oldtimer gibt. Denn seit 1999 besitzt er einen SAME Puledro Baujahr 1961 und seit 2002 einen SAME Samecar Baujahr 1970. Der Aadorfer Oldtimerfan nennt zwar zwei Töchter sein Eigen, doch diese drei Oldtimer gehören irgendwie auch in die Kategorie «seine Kinder». «Natürlich hege und pflege ich die Drei ununterbrochen, repariere die eher einfachen Dinge, schmiere, reinige und poliere das schöne Orange und Blau mit stets viel Herzblut», sagt der 71-Jährige.

Marken sind unwichtig

Eines ist ihm ungemein wichtig. So betont August Sidler, dass er sich nicht nur von grossen Marken wie Hürlimann oder Bührer vereinnahmen lässt. «Ich bin ein Oldtimerfan, da spielt die Marke keine Rolle und zudem hat jeder einzelne Traktor eine Geschichte, das ist doch genau das Interessante daran.» Für weitere Hobbys hat der verheiratete Aadorfer fast keine Zeit. «Unsere zahlreichen FALSO Anlässe, meine drei Oldtimer, die Besuche an Traktorenfester und Oldtimertreffen und auch die Öffentlichkeitsarbeit, lassen mir fast keinen Spielraum für andere Tätigkeiten», sagt er.

Unermüdlich arbeitet Sidler auch mit dem Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau zusammen und gibt Kurse. «In denen geht es oft auch darum, was auf unseren Strassen erlaubt ist und was nicht», erklärt er. «Wenn jemand einen Ladewagen in einen Wohnwagen umbaut, so ist er verpflichtet, eine weisse Nummer einzulösen, denn, als umgebauter Ladewagen ist es kein landwirtschaftliches Gefährt mehr.» Sidler betont, dass diese Aufklärungsarbeiten enorm wichtig seien.

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