Potenzial für innere Verdichtung am Sonnenberg

Seit 2015 beschäftigt sich der Stettfurter Gemeinderat mit der Revision der Ortsplanung. Nun könnte der Prozess bis Ende Jahr abgeschlossen sein.

Claudia Koch
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Blick auf Stettfurt und den Sonnenberg.

Blick auf Stettfurt und den Sonnenberg.

(Bild: Andrea Stalder)

Rund 50 Stettfurterinnen und Stettfurter kamen am Donnerstagabend ins Tscharnerhaus. «Erfreulich viel», sagte Gemeindepräsident Markus Bürgi, der zusammen mit Raumplaner Hanspeter Woodtli über den kommunalen Richtplan sowie Anpassungen im Zonenplan und im Baureglement informierte. «Die Ortsplanung hat den Gemeinderat seit 2015 stark beschäftigt»,sagte Bürgi.

Dass der letzte Richtplan aus den 80er-Jahren stammt,sei Grund genug, das Thema jetzt aufzugreifen. Zudem habe die Gemeinde eine vom Kanton geforderte Planungsaufgabe, bei dem es nicht nur um den Richtplan geht, der die Behörde betrifft, sondern auch um den Zonenplan und das Baureglement, die den einzelnen Bürger angehen.

Stettfurterinnen und Stettfurter werfen einen Blick auf die Pläne der Ortsplanungsrevision.

Stettfurterinnen und Stettfurter werfen einen Blick auf die Pläne der Ortsplanungsrevision. 

(Bild: Claudia Koch)

Jetzt läuft die Vorprüfung beim Kanton

Fakt ist, dass Stettfurt in einer Kulturlandschaft liegt. Ausgedehntes Wachstum oder grössere Bauten sind daher nicht möglich. Der erarbeitete Richtplan konnte Ende 2019 dem Kanton zur Vorprüfung eingereicht werden. Bürgi betonte, dass im Vorfeld mit Grundeigentümern, Gewerbetreibenden und Landwirten gesprochen wurde.

«Man kann nicht mehr in grüne Wiesen hinein bauen», sagte Raumplaner Woodtli. Doch sieht er in Stettfurt viele Möglichkeiten zur inneren Verdichtung. Er zeigte die wesentlichen Bestandteile eines Richtplans auf und pickte dabei einzelne Punkte heraus. Freiräume etwa sind wichtig im Siedlungsgebiet. Oder beim Thema Verkehr gilt es, die Innenentwicklungsgebiete zu erschliessen.

Neuerdings eine Wohn- und Arbeitszone im Zonenplan

Im Dorfzentrum gibt es einige Flächen für neue Entwicklungen. Potenzial sieht der Gemeinderat auch bei den grossen Grundstücken südlich der Steig, die Platz für ein zusätzliches Haus bieten. Um die Biodiversität zu erhöhen, könnte die Nordseite der Lauche den Wildtieren überlassen werden, auf der Südseite würden die Wege ergänzt.

Beim Zonenplan möchte man als Anpassung neu eine Wohn- und Arbeitszone schaffen, bei der das Erdgeschoss gewerblich genutzt werden muss. Kleine Änderungen sind auch beim Baureglement vorgesehen. Bürgi hofft, dass bei einer Vorprüfung des Kantons bis im Mai der Gemeinderat nach den Sommerferien den Zonenplan und das Baureglement auflegen und am 3. Dezember darüber abgestimmt werden kann.

Stettfurt informiert über Quartiere mit raumplanerischem Potenzial

Die Gemeinde Stettfurt überarbeitet ihren Kommunalen Richtplan. Am Dienstagabend haben Gemeindepräsident Markus Bürgi und Planungsexperte Hanspeter Woodtli über das Entwicklungskonzept informiert und über 60 Interessierten aufgezeigt, wo in der Gemeinde noch Potenzial brach liegt.
Samuel Koch