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Thurgauer Polizisten fahren unter Strom

Seit vergangener Woche setzt die Kapo-St.Gallen auf Elektroautos, auch bei den Patrouillen. Die Thurgauer fahren schon länger unter Strom, allerdings nicht überall.
Sheila Eggmann
Das neue Elektro-Polizeiauto der St.Galler Kantonspolizei. (Bild: pd)

Das neue Elektro-Polizeiauto der St.Galler Kantonspolizei. (Bild: pd)

Seit letzter Woche ergänzen fünf elektrische Patrouillenautos der Marke Hyundai die Flotte der St. Galler Kapo. Im Thurgau sind bereits seit rund fünf Jahren Elektro- und Hybridfahrzeuge im Einsatz. Auch hier soll der Anteil dieser Autos in Zukunft stetig steigen. Denn so fordern es die Richtlinien des Kantons zur Energieeffizienz. Anders als in St. Gallen werden im Thurgau die Elektroautos nur bei Zivilfahrzeugen verwendet. Derzeit sind davon fünf im Einsatz.

«Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken, aber bei der Polizei sind sie nicht überall einsetzbar», sagt Mario Christen, Sprecher der Kapo Thurgau. Bei Fahrzeugen, die ausrangiert werden, prüfe man jeweils, ob auch ein Elektrofahrzeug die Anforderungen erfülle. Bei der Abteilung Kriminalpolizei sei dies etwa der Fall. Doch Patrouillenfahrzeuge der Regional- oder Verkehrspolizei stehen täglich im Einsatz und müssten deshalb andere Kriterien erfüllen. «Sowohl die Einsatztaktik – also wofür welches Auto verwendet wird – als auch der Beschaffungsprozess ist den einzelnen Korps überlassen», sagt Christen.

Platz spielt wichtige Rolle

Dabei spiele das Platzangebot eine Rolle, weil bei Patrouillenfahrzeugen die gesamte Polizeitechnik eingebaut und das Einsatzmaterial mitgeführt werden müsse. Christen sagt: «Bei Elektro- und Hybridfahrzeugen nehmen die Batterie und die Hybridtechnik in der Regel einiges an Platz weg.» Am wichtigsten seien Sicherheit, Robustheit und Zuverlässigkeit, weshalb die Kapo für den Patrouillendienst nicht auf Elektrofahrzeuge setze:

«Wer ständig unterwegs ist, muss sich in jeder Situation auf sein Fahrzeug verlassen können.»

Hanspeter Krüsi von der Kapo St. Gallen sieht darin kein Problem. Auch die Batterie sei kein Grund zur Besorgnis – die Schnellladung dauert laut Hersteller nur ein bis zwei Stunden. Von der Qualität der neu angeschafften Autos ist Krüsi überzeugt. «Ich war positiv überrascht von der Leistung und der Geschwindigkeit.» Konkret: Die in St. Gallen neu angeschafften Autos fahren bis zu 167 km/h.

Ein Auto für alle Fälle ist der Hyundai jedoch auch bei der Kapo St. Gallen nicht: Bei Nachteinsätzen auf der Autobahn würden jeweils hunderte Kilometer gefahren. «Dort kommen die Elektroautos nicht zum Einsatz», sagt Krüsi.

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