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Diana Gutjahr grüsst von rechts – wo die Thurgauer Nationalratskandidaten stehen

SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr und Jungsozialist Beat Schenk trennen Welten: Sie stehen bei den Wahlen am weitesten auseinander.
Christian Kamm

Dass die Juso und die SVP das politische Heu nicht auf der gleichen Bühne haben, kann niemanden überraschen. Auch nicht, dass die Umfrage-Plattform Vimentis anhand ihres Fragebogens mit Beat Schenk einen Juso-Vertreter als linkesten Thurgauer Kandidierenden für die eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober ausgemacht hat.

Schon eher überraschen muss, dass dem Linksausleger Schenk auf der rechten Seite kein Stürmer und Dränger von der JSVP oder den Jungfreisinnigen gegenüber steht. Sondern es ist die bereits in Bern angekommene SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr. Sie weist laut Vimentis das am weitesten rechts liegende politische Profil von sämtlichen Thurgauer Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlen auf.

Wobei das «sämtliche» aber relativiert werden muss. Die Plattform Vimentis hat nur vollständig ausgefüllte Fragebogen berücksichtigt und ausgewertet. Das war im Thurgau bei 102 von 135 oder drei Viertel der Nationalratskandidaten der Fall und bei allen sechs Ständeratskandidaten.

Drei Viertel machten mit

Um die sechs Thurgauer Nationalratssitze bewerben sich am 20. Oktober 135 Personen auf 23 Listen. Die Umfrage-Plattform Vimentis hat aufgrund eines Fragebogens mit 73 Fragen ein politisches Spider-Profil für jeden Kandidierenden erstellt. Im Thurgau haben 102 Kandidierende oder 75 Prozent sowie sämtliche Ständeratskandidaten den Fragebogen vollständig ausgefüllt und konnten für die Auswertung berücksichtigt werden.

Auf der linken Politschiene gehören die Podestplätze der Juso. SP-Präsidentin Nina Schläfli belegt Rang fünf. Rechts folgt nach Diana Gutjahr auf Platz zwei ihr Listenkollege Stefan Mühlemann. Auf Rang drei findet sich dann mit dem Jungfreisinnigen Dario Zimmermann der erste Jungpolitiker.

Ueli Fisch ist der Liberalste

Schubladisiert ist schnell, doch was bedeutet diese Verortung inhaltlich? Massgebend für die Einordnung «rechts» sind laut Vimentis die Kategorien mehr ökonomische Eigenverantwortung, starker Sicherheitsapparat des Staates, Befürwortung der Armee als Verteidigungsmittel und Priorisierung von wirtschaftlichen Interessen gegenüber dem Umweltschutz. Die linke Landkarte wird von mehr Sozialstaat, mehr Rechten des Bürgers gegenüber dem Staat, pazifistischer Grundhaltung und mehr Umweltschutz gezeichnet.

Neben den Links-Rechts-Polen wurde auch der liberalste und der konservativste Thurgauer Kandidat ermittelt. Die liberale Krone aufsetzen kann sich nicht ein Freisinniger, sondern der Grünliberale Ueli Fisch. Hinter ihm liegen dann aber zwei Bewerber aus der FDP-Familie: der Jungfreisinnige Cyrill Schöni und Cornelia Hasler von der FDP-Frauenliste.

Die parteilose Ständeratskandidatin Gabi Coray hat es zuoberst auf das Treppchen des Konservatismus geschafft. Rang zwei und drei belegen hier Peter Schenk (EDU) und Josef Gemperle (CVP).

Für ein konservatives Profil ausschlaggebend sind: nationale Souveränität und Schutz der Binnenwirtschaft, Aufrechterhaltung bestehender Strukturen, staatliche Regulierung der Wirtschaft, Beschränkung der Immigration, stärkere staatliche Eingriff in die Freiheiten des Individuums. Liberal umschreibt internationale Ausrichtung, Kooperation mit dem Ausland, Erneuerung von Strukturen, wirtschaftliche Liberalisierung, Immigration und Integrationsförderung für Ausländer, mehr Freiheiten des Individuums.

Volltreffer in der politischen Mitte

Wo es Ränder gibt, da existiert auch eine politische Mitte. Der «mittigste» Thurgauer Kandidat ist gemäss Vimentis-Auswertung Jürg Schumacher von der Best-Agers-Liste der BDP. Er hat sich, wie mit dem Lineal gezogen, haargenau in der Mitte des politischen Spektrums platziert.

Auf Schumacher folgen Anja Scholz-Zwyssig und Fiona Kühne von der klassischen Mittepartei CVP beziehungsweise JCVP. Am weitesten weg von der Mitte sind auf den ersten drei Plätzen erneut Juso-Kandidaten, angeführt von Sina Sophia Keller. Nina Schläfli liegt auf Rang vier, der Grüne National- und Ständeratskandidat Kurt Egger auf Platz fünf.

Neben dem politischen Profil hat Vimentis schliesslich auch ein Ranking für einzelne Themenfelder erstellt. So liegen ex aequo auf Platz eins der umweltfreundlichsten Kandidaten zwei GLP-Vertreter, vier Grüne ausschliesslich von der Senioren-Liste, ein SPler und einer von der JGLP. Die Liste der am wenigsten Umweltfreundlichen führt Diana Gutjahr zusammen mit Dario Zimmermann an.

Die strikteste Ausländerpolitik vertritt Gabi Coray, vor Markus Berner (CVP-Newcomer) und Diana Gutjahr. Den Gegenpol vertreten Fabian Binzegger (Juso), Naomi Brot und Simon Vogel (beide Junge Grüne). Beim Thema «Strenges Rechtssystem» profiliert sich die EDU mit Peter Schenk auf dem ersten und Christian Mader auf dem dritten Platz.

Das Wahltool von Vimentis hilft Ihnen, in kürzester Zeit den oder die richtige KandidatIn zu finden.

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