Politisch Steckborn schliesst das vergangene Jahr mit erfreulich schwarzen Zahlen ab

Das Rechnungsjahr 2019 um Untersee präsentiert sich rund 1,4 Millionen Franken besser ab als budgetiert.

Mathias Frei
Merken
Drucken
Teilen
Blick hinunter auf das Städtchen Steckborn und den Untersee.

Blick hinunter auf das Städtchen Steckborn und den Untersee.

Bild: Andrea Stalder

Positive Nachrichten sind derzeit Gold wert. Zum Beispiel der Rechnungsabschluss der Stadt Steckborn. Bei einem Aufwand von 17,76 Millionen Franken resultiert ein Gewinn von rund 1,53 Millionen Franken. Budgetiert gewesen war zwar ein Überschuss, aber nur in Höhe von 160'000 Franken. Das Ergebnis fällt also um 1,37 Millionen besser aus.

«Das ist überaus erfreulich.»
Roman Pulfer, Stadtpräsident Steckborn.

Roman Pulfer, Stadtpräsident Steckborn.

(Bild: PD)

So erklärt es der Steckborner Stadtpräsident Roman Pulfer. Euphorisch will er aber nicht werden. Vielmehr blicke er in Sachen Stadtfinanzen mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. «Aufgrund der Coronakrise ist für das laufende Jahr einerseits mit sinkenden Steuereinnahmen zu rechnen. Andererseits dürften die Kosten im Bereich der Sozialhilfe steigen.» Zudem würden die Finanzpläne bis ins Jahr 2023 mit Aufwandüberschüssen rechnen, sagt der Steckborner Stadtpräsident.

Steuerkraft, aber auch Verschuldung steigen

Die Steuerkraft pro Einwohner ist von 2220 (Jahr 2018) auf 2322 Franken gestiegen. Gegenüber dem Jahr 2017 mit 2201 Franken beträgt der Zuwachs der Steuerkraft 5,5 Prozent, wie es in einer Mitteilung des Unterseestädtchens heisst. Ebenfalls gestiegen ist die Nettoschuld pro Einwohner: von 1647 auf 1870 Franken.

«Angesichts der Investitionstätigkeit war dieser Anstieg zu erwarten.»

Netto wurden im vergangenen Jahr 2,819 Millionen Franken investiert, budgetiert gewesen waren 3,375 Millionen. Wie Stadtpräsident Pulfer erklärt, habe man die Nettoverschuldung in jüngerer Vergangenheit kontinuierlich senken können. Im kantonalen Vergleich gebe es aber durchaus noch Verbesserungspotenzial.

Urnenabstimmung am 21.Juni

Die Rechnungsgemeindeversammlung vom 16.Juni ist abgesagt. Stattdessen findet am 21.Juni zur Abnahme der Rechnung eine ausserordentliche Urnenabstimmung statt. (ma)

Hauptursächlich für den besseren Abschluss ist einerseits der Bereich Finanzen und Steuern, der mit knapp 560'000 Franken über Budget liegt. Andererseits liegen bei der sozialen Wohlfahrt die Kosten eine halbe Million tiefer. «Insbesondere die Nettoaufwände für die wirtschaftliche Sozialhilfe und das Asylwesen lagen deutlich unter Budget.» Weitere positive Abweichungen sind zu finden beim Unterhalt Gemeindestrassen (gut 80'000 Franken), bei der Feuerwehr (55'000 Franken) und bei den Parkanlagen und Wanderwegen (47'000 Franken). Im Bereich Verwaltung liegen die Kosten knapp 60'000 Franken tiefer.