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Politiker fordern Parkhaus beim Frauenfelder Hallenbad

Mit dem Neubau des Frauenfelder Hallenbades müsse es neue Parkplätze geben. Das fordern bürgerliche Gemeinderäte in einer Motion. Der Stadtrat soll dies im Rahmen des Vorprojektes an die Hand nehmen.
Stefan Hilzinger
Die 32 Parkplätze direkt vor dem Frauenfelder Hallenbad sind begehrt. (Bild: Andrea Stalder)

Die 32 Parkplätze direkt vor dem Frauenfelder Hallenbad sind begehrt. (Bild: Andrea Stalder)

Das Frauenfelder Hallenbad in der Schlossmühle harrt der Sanierung. Gerne würden es Stadt- und Gemeinderat durch einen Neubau ersetzen. Die Vorarbeiten dazu laufen, demnächst dürfte die Stadt das Resultat des Architekturwettbewerbs bekanntgeben. Zu den 33 Millionen Franken für ein neues Bad könnten noch weitere Millionen für ein Parkhaus folgen – sofern es nach dem Willen von fünf Motionären geht.

Die Gemeinderäte Stefan Geiges, Christoph Regli (beide CVP), Philipp Geuggis (FDP) sowie Michael Hodel und Samuel Kienast (beide EVP) reichten an der Januar-Sitzung des Stadtparlaments ihre Motion «betreffend dem Bau einer Parkierungsanlage im Rahmen der Erneuerung des Hallenbades» ein. Total 23 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte haben den Vorstoss unterzeichnet.

Sollte Teil des Neubauprojektes sein

Die Motionäre machen in ihrem Vorstoss darauf aufmerksam, dass im Hallenbad-Projekt «die verkehrsmässige Anbindung inklusive Parkierungsfrage nicht beziehungsweise nur als Randaspekt behandelt» werde. Angesichts der Dimension des Vorhabens gehöre dazu auch eine «zweckmässige und nahe gelegene Parkierungsmöglichkeit», schreiben die Motionäre. Die Planung sollte jetzt «mit der Erneuerung des Hallenbades ins Auge gefasst werden».

Der Architekturwettbewerb ist entschieden

Anfang August 2018 hatte der Frauenfelder Stadtrat den Projektwettbewerb für den Neubau des Hallenbades öffentlich ausgeschrieben. Wie Stadtrat Urs Müller an der jüngsten Versammlung des Quartiervereins Vorstadt sagte, hat die Wettbewerbsjury sich vergangene Woche an ihrer zweiten Sitzung auf ein Siegerprojekt geeinigt. «Es sind 70 Vorschläge eingegangen», sagte Müller.

Ab 8. März werden das Siegerprojekt und die weiteren eingereichten Vorschläge in der Konviktturnhalle öffentlich ausgestellt. Der Wettbewerb kostet 350000 Franken. Um wesentlich mehr Geld geht es dann beim Neubau des Hallenbades: Die mutmasslichen Gesamtkosten liegen bei rund 33 Millionen Franken. In einem Grundsatzentscheid hatte sich der Gemeinderat im April 2018 gegen eine Sanierung des 45-jährigen Bades und für einen Neubau entschieden.

Noch offen ist die Finanzierung des Projekts, bei dem das Stimmvolk an der Urne das letzte Wort haben wird. Eine Steuererhöhung zur teilweisen Vorfinanzierung lehnte der Gemeinderat im Dezember ab. (hil)

Den Bedarf nach Parkplätzen beim Bad ergibt sich für die Motionäre auch daraus, dass nicht nur Frauenfelder, sondern auch Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung die Einrichtung nutzen. «Rund ein Drittel der Gäste stammt aus einem Umkreis von sechs Kilometern, ein weiteres Drittel aus zwölf Kilometern und der dritte Drittel aus 18 Kilometern Distanz zum Bad.»

«Familien mit Kindern nehmen kaum das Velo»

Gerade Gäste aus der Region seien auf eine gute Anbindung an den ÖV oder Parkierungsmöglichkeiten beim Bad angewiesen. «Familien aus der Region mit kleinen Kindern werden kaum mit dem Fahrrad oder dem ÖV anreisen», schreiben die Motionäre. Nach dem Schwimmen seien alle müde und hungrig und wollten möglichst schnell nach Hause. Die Stadtbus-/Postauto-Haltestellen in 200 bis 600 Metern Distanz zum Bad erachten die Motionäre als wenig kundenfreundlich. «Ähnlich suboptimal ist die Parkplatzsituation.»

Die Motionäre bevorzugen ein Parkhaus. Die Parkierung soll «vorzugsweise mittels eines flächenschonenden Parkhauses» realisiert werden, schreiben sie. Die Kosten für den Bau sollen mit Geldern aus der Spezialfinanzierung Parkierungsanlagen bestritten werden.

Hinweis:
Dem Stadtrat bleibt eine Frist von sechs Monaten, um die Motion zu beantworten. Danach entscheidet der Gemeinderat, ob der Vorstoss erheblich erklärt und die Sache damit zu einem Geschäft erhoben wird.

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