Plus 27 Schüler in vier Jahren: Die Primarschule Warth-Weiningen wächst und braucht deshalb mehr Schulraum

Die Primarschule Warth-Weiningen will bauen. Ein Landtausch wäre möglich. Aber dagegen gibt es Bedenken wegen des Grundeigentümers, der im Dorf nicht gut ankommt.

Evi Biedermann
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Schulhaus Vogelhalde: Die Erweiterung würde vom Schulhaus her links auf das offene Feld hinaus gebaut.

Schulhaus Vogelhalde: Die Erweiterung würde vom Schulhaus her links auf das offene Feld hinaus gebaut. 

Bild: Evi Biedermann

Vor vier Jahren waren es noch 91. Heute besuchen 118 Kinder die Primarschule Warth-Weiningen. Was sich schon damals abzeichnete, ist nun unumgänglich.

«Wir sind am Punkt angelangt, wo wir den Schulraum erweitern müssen.»

Das sagte Pius Krähemann an seiner ersten Versammlung als Präsident der Primarschule Warth-Weiningen. Auch das Amt für Volksschule hält im Bericht der Schulevaluation 2019 fest, dass eine Anpassung der Infrastruktur an die veränderten Bedingungen vonnöten sei.

Neubau mit Doppelkindergarten und zwei Schulzimmern

Schulpräsident Pius Krähenmann.

Schulpräsident Pius Krähenmann. 

Bild: PD

Die Schulbehörde hatte bereits verschiedene Möglichkeiten geprüft und den 45 anwesenden Stimmberechtigten am Donnerstag ihre favorisierte Variante schmackhaft gemacht: ein länglicher Anbau nordwärts an die Westseite des Schulhauses mit Doppelkindergarten im Parterre und zwei Schulzimmern im oberen Stock. Das Raumprogramm erfülle die Bedürfnisse optimal, sagte Behördenmitglied David Zimmerli. Für diese Variante braucht es jedoch zusätzliches Land für den Aussenraum. Angedacht ist ein Abtausch mit dem Grundeigentümer gegen schuleigenes Land beim alten Schulhaus in Warth, das heute von der Kartause Ittingen bewirtschaftet wird.

Gegen diesen Tausch gab es starke Bedenken aus dem Publikum. Denn beim Landbesitzer handelt es sich um den Verursacher des illegal deponierten Aushubs, dem unübersehbaren Hügel auf westlichem Gemeindegebiet, für dessen Abtransport wohl die Gemeinde gerade stehen muss. Alt-Gemeindepräsident Hans Müller schlug einen Kauf statt eines Tauschhandels vor. Andere Voten machten deutlich, dass weitere, vertiefende Abklärungen und Überlegungen erwünscht sind, bevor nächste Planungsarbeiten getätigt werden.

Konkret und beschlossen ist jedoch ein Schulprovisorium in Form eines Containers, in dem ab dem neuen Schuljahr 2020/21 unterrichtet wird. Wie bereits an der letzten Versammlung erwähnt, werden ab nächsten Sommer zwei zusätzliche Klassen gebildet und somit sechs Klassenzüge geführt. Die Vorteile seien kleinere Klassen über alle Stufen hinweg, Kontinuität bei der Klasseneinteilung oder die einfachere Umsetzung des Lehrplans.

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