PHTG musste wegen Corona-Virus Gaststudenten aus China absagen +++ In den Thurgauer Volksschulen gilt weiterhin die Schulpflicht

An der Pädagogischen Hochschule Thurgau werden keine Hände mehr geschüttelt, der Betrieb läuft aber normal weiter. Skilager der Volksschulen können stattfinden, dem Wunsch nach einem Alternativprogramm soll aber entsprochen werden.

Larissa Flammer
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In den Schulen soll das offizielle Plakat des Bundes aufgehängt werden.

In den Schulen soll das offizielle Plakat des Bundes aufgehängt werden. 

Bild: Alessandro Crinari/KEY
  • In Italien werden alle Schulen und Universitäten für zwei Wochen geschlossen. 
  • Am Montag gehen die Skiferien in den beiden Basel zu Ende. Eltern befürchten eine Verlängerung der Ferien und dass sie anderweitig Betreuung für ihre Kinder organisieren müssen. 
  • Im Thurgau läuft der Schulbetrieb normal, auch Lager und Projektwochen können zurzeit durchgeführt werden. Die Volksschulen und auch die PHTG sind aber vorbereitet. 

Die Leitung der Pädagogischen Hochschule (PH) Thurgau hat entschieden, wegen des Corona-Virus die Mobilität von und nach China einzustellen – dies schon Anfang Februar. Auf Anfrage teilt Rektorin Priska Sieber mit:

«Am 17.Februar hätten unsere Chinesischen Gaststudierenden einreisen sollen. Diese Einreise mussten wir leider sistieren.»

Seit dieser Woche schütteln sich die Mitarbeiter und Studenten der PH zudem nicht mehr die Hände. Weiter hat der Hausdienst die Reinigung und Desinfektion von Oberflächen intensiviert. Der Hochschulbetrieb läuft normal weiter.

Falls Praktika ausfallen müssen, wird es knifflig

Zur Frage nach einem Szenario, in dem Vorlesungen ausfallen würden, antwortet Sieber: «Wir haben erste Überlegungen angestellt, werden dies dann je nach Fall und Zeitpunkt organisieren.» Sollten die Praktika der Studenten betroffen sein, könne dies besondere Herausforderungen darstellen.

Rektorin Priska Sieber.

Rektorin Priska Sieber.

Bild: Reto Martin

An allen Eingängen informiert die Hochschule seit Anfang Februar über die Verhaltensregeln und stellt Desinfektionsmittelspender zur Verfügung. Sieber sagt: «Die Mitarbeitenden und Studierenden halten sich vorbildlich daran.» Per Mail und im Intranet wurden zudem alle über die Weisungen des kantonalen Fachstabs Gesundheit informiert.

Der Sicherheitsbeauftragte der PH Thurgau steht in regem Kontakt mit den amtlichen Stellen und den Verantwortlichen der PH. Sollte es zu Infektionsfällen kommen, wird die Schule gemeinsam mit dem Kanton prüfen, ob Quarantäne-Massnahmen angezeigt sind und diese umsetzen. Die öffentliche Informationsveranstaltung über die Studiengänge an der PH Thurgau von nächstem Montag kann durchgeführt werden, teilt Sieber mit.

Skilager können stattfinden

In den Volksschulen können Skilager, Projektwochen und Exkursionen aufgrund der aktuellen Lage stattfinden. Es handle sich dabei um ausserschulische Lernorte, teilte das Thurgauer Amt für Volksschule am Dienstag in seinem Newsletter mit. Dort heisst es auch:

«Sollten Eltern ihr Kind abmelden wollen, so empfehlen wir, diesen Wunsch zu respektieren und für die Lagerzeit eine andere Möglichkeit der Beschulung vorzusehen.»

Für die Beurteilung weiterer schulischer Anlässe wie Besuchstage, Schulgemeindeversammlungen oder Aufführungen sollen Schulen das Gesuch über die Durchführung beim Amt für Gesundheit einreichen.

Während in Italien die Schulen geschlossen werden und in den beiden Basel zumindest darüber diskutiert wird, bleiben sie im Thurgau ganz normal geöffnet. Kinder dürfen zudem nicht präventiv zu Hause bleiben, es gilt weiterhin die Schulpflicht.

Bei einem bestätigten Corona-Virus-Fall unter Schulkindern würde der kantonsärztliche Dienst zusammen mit der betroffenen Schule und der Gemeinde das weitere Vorgehen besprechen. Laut Information des Kantons müssen zurzeit weder Schulen noch Kitas oder Heime besondere Massnahmen umsetzen. Es gelten die grundlegenden Hygienemassnahmen des Bundesamts für Gesundheit.

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