Pferdetricks und Schwungliege: Diessenhofer Schüler präsentieren ihre Abschlussarbeiten

Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Diessenhofen zeigten bei ihren Arbeiten zum Schulschluss eine grosse Themenvielfalt. Gioia Reber filmte Tiere, Fabrice Dörig dokumentierte den Bau einer Holzkonstruktion.

Thomas Brack
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Gioia Reber aus Schlatt zeigt nach geglückter Präsentation ihre Abschlussarbeit «Freiheitsdressur & Tricks bei Pferden». (Bild: Thomas Brack)

Gioia Reber aus Schlatt zeigt nach geglückter Präsentation ihre Abschlussarbeit «Freiheitsdressur & Tricks bei Pferden». (Bild: Thomas Brack)

Äusserst vielfältig: So präsentierte sich die Palette der Abschlussarbeiten der dritten Sekundarschulklassen im Lettenschulhaus in Diessenhofen. Die rund 70 Schülerinnen und Schüler arbeiteten während eines halben Jahres zu Themen wie dem «Alltag in der Landwirtschaft» über den «klassischen Gesang» bis zum «Gewinn von Duftstoffen durch Destillation».

Die blosse Aufzählung würde den Rahmen eines kurzen Berichtes sprengen. Stellvertretend seien zwei bemerkenswerte Arbeiten zu erwähnen: «Freiheitsdressur und Tricks von Pferden» von Gioia Reber und dem «Bau einer Schwungliege» von Fabrice Dörig.

«Ich lebe von Kindsbeinen an mit Pferden»

berichtete Gioia Reber aus Schlatt, «meine beiden Ponys heissen Robin und Gypsie.» Während Robin einen sensiblen, nervösen Charakter habe, sei Gypsie die Ruhe selbst.

Aufnahmen mit Tieren erfordern viel Geduld

Dann zeigte die passionierte Reiterin in einem Video, wie sie ihren Tieren die verschiedensten Tricks beigebracht hat. Die Besucherinnen und Besucher erfuhren Wissenswertes über Zirkuslektionen, das Steigen, den Spanischen Gruss, das Beine kreuzen, Zirkeln, das Plie und das Kompliment.

«Das Aufnehmen des Videos erforderte viel Geduld, denn wenn die Tiere keine Lust hatten, musste ich bestimmte Sequenzen bis zu 20-mal drehen»

erläuterte die Referentin. Während eines halben Jahres habe sie pro Woche zwei bis vier Stunden mit den Tieren die Tricks geübt. Einmal konnte sie sogar in der berühmten Reitschule von Kenzi Dysli in Andalusien während vier Tagen trainieren. Wichtig seien die Körpersprache, die Stimme und die Haltung, welche mit den Tieren und ihrer eigenen Gefühlslage übereinstimmen müssten. Bei aller Geduld habe es sie doch immer wieder gefreut, die Fortschritte von Training zu Training festzustellen.

Nach der geglückten Präsentation war Gioia Rebers Aufatmen spürbar. Eine Erleichterung, die sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen teilte, die am vergangenen Freitag ihre Arbeiten präsentierten.

Eichenholz wegen Robustheit und Optik

«Ich habe rund 60 Arbeitsstunden in den Bau der Schwungliege investiert, einen Drittel davon in das schriftliche Dokumentieren der Arbeit», sagte Fabrice Dörig.

«An zwei Tagen pro Woche konnte ich zwei bis drei Stunden in der Schreinerei Rösch arbeiten, wo ich nach den Sommerferien eine Schreinerlehre antreten werde.»

Bei der Wahl des Holzes hat sich Dörig für Eiche entschieden, «zum einen weil es besonders robust ist und sich daher für den Aussenbereich besonders eignet, zum anderen gefällt mir die Struktur dieses Holzes gut». Die Bauanleitung fand er im Internet, und dann ging es an typische Schreinerarbeiten wie sägen, schleifen oder hobeln.

Fabrice Dörig präsentiert seine Abschlussarbeit «Bau einer Schwungliege». (Bild: Thomas Brack)

Fabrice Dörig präsentiert seine Abschlussarbeit «Bau einer Schwungliege». (Bild: Thomas Brack)

Der Stolz über das gelungene Werk, das passend umrahmt von einem Sonnenschirm und einem Tischchen mit kühlen sommerlichen Drinks auf dem Pausenplatz vor dem Eingang stand, war dem jungen, angehenden Handwerker anzumerken.

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