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«Pferderennsport und Eishockey sind kaum vergleichbar»

Eishockey ist sein Leben. So übernahm Marc Gianola nach seiner erfolgreichen Profikarriere die Fäden als CEO des HC Davos und organisiert seit drei Jahren den traditionellen Spengler Cup. Diesen Sonntag, 3.Juni, weilt der 44-Jährige auf der Frauenfelder Pferderennbahn und ist Ehrengast des Turf Clubs beim Frühjahrsmeeting.
Samuel Koch
Maskottchen "Hitsch" und Präsident Marc Gianola während der Eröffungszeremonie vor dem ersten Spiel zwischen dem HC Lugano und Automobilist Yekaterinburg an der 90.Ausgabe des Spengler Cup in Davos. Montag, 26.Dezember 2016. (Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Maskottchen "Hitsch" und Präsident Marc Gianola während der Eröffungszeremonie vor dem ersten Spiel zwischen dem HC Lugano und Automobilist Yekaterinburg an der 90.Ausgabe des Spengler Cup in Davos. Montag, 26.Dezember 2016. (Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Sind Sie ein Zocker?

Nein.

Dann setzen Sie keinen Rappen auf eines der Pferde beim Frühjahrsmeeting?

Höchstens zum Spass. Wetten sind aber sonst nichts für mich, weil ich für das einzusetzende Geld zu hart arbeiten muss.

Welchen Bezug haben Sie zum Pferderennsport?

Pferderennen kenne ich schon aus meiner Kindheit, als wir jeweils zu den Rennen auf dem gefrorenen See nach St. Moritz gegangen sind. Zudem war meine Tochter lange Zeit eine Pferdenärrin.

Dann haben Sie bei der Anfrage sofort zugesagt.

Ja. Der Kontakt ist über einen meiner Mitarbeiter zustande gekommen, der aus dem Thurgau stammt. Es wird sicher spannend, auch betreffend Organisation, bei welcher ich sicher interessante Einblicke erhalte.

Wie unterschieden sich Bündner von Thurgauern?

Da gibt es ausser dem Dialekt kaum Unterschiede. Thurgauer sind angenehme Leute. Von der Gegend her ist es sehr schön, und der Frühling beginnt viel früher als bei uns. Dafür freuen sich die Thurgauer über den Schnee und das nebelfreie Winterwetter in Davos.

Dann sind ihnen Frauenfeld und der Thurgau nicht fremd.

Nein. Ich pflege aus meiner Aktivzeit noch viele Freundschaften zu Bekannten im Thurgau, etwa zu Beni Winkler oder Ralph Ott.

"Ich kenne nur angenehme Leute aus dem Thurgau." (Marc Gianola)

Lässt sich Pferderennsport mit Eishockey vergleichen?

Nein. Beim ersten geht es um das Rennen gegen die Zeit und Gegner. Beim Spielsport gibt es noch mehr Komponenten wie Technik oder Teamarbeit. Sicher hat beides seinen Reiz, aber ich fühle mich eher bei Mannschaftssportarten zu Hause.

In Davos haben Sie Heldenstatus. Wie ist dort das Leben als Promi?

In Davos ist das nichts Spezielles, man ist es gewohnt, dass man Spieler wie Andres Ambühl oder den Trainer Arno Del Curto beim Einkaufen sieht. Anders ist es ausserhalb, aber man begegnet mir immer mit viel Wohlwollen.

Jetzt sind Sie CEO und organisieren den Spengler Cup.

Ja. Als sich Eishockey professionalisierte, und wir Spieler halbtags nicht mehr arbeiten mussten, machte ich eine Ausbildung. Ich hatte zudem Glück, dass nach meiner Karriere gleich eine Stelle im Marketing frei geworden ist.

Wie sieht Ihr Alltag aus?

Ich führe den Verein im Administrativen, Kommerziellen und Sportlichen. Der HC Davos und der Spengler Cup gehen Hand in Hand. Letzterer ist mindestens so wichtig wie der Verein, weil ohne ihn Spitzensport in einer Randregion nicht finanzierbar wäre.

Sie gelten als stiller Schaffer, der sagt, dass er diese Aufgaben nie herbeigesehnt hat.

Solche Jobs waren nie mein Ziel. Ich strebe nicht nach Macht oder Titel.

Handhaben Sie das auch in der Politik so?

Ich bin in meiner ersten Legislatur. Aber ich setze mich sicher für Sport und Tourismus ein.

Zur Person

Marc Gianola feierte während seiner insgesamt 16-jährigen Profikarriere als Eishockeyspieler vier Schweizermeistertitel und stemmte viermal den Pokal als Sieger des Spengler Cups in die Höhe. Beim HC Davos, seiner einzigen Station als Profi, spielte der heute 44-jährige Engadiner aus Samedan lange als Captain und kam zu insgesamt 30 Einsätzen für die Nationalmannschaft. Im Alter von 36 Jahren endete die Karriere des gelernten Elektromonteurs jäh wegen einer Knieverletzung. Heute führt er die Geschicke des HC Davos als CEO und fungiert als OK-Präsident des traditionellen Spengler Cups, der während der Altjahrwoche in Davos über die Bühne geht. Gianola ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Nebenberuflich sitzt er für die FDP im Grossen Landrat von Davos. (sko)

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