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SP Steckborn nominiert Pfarrer für Stadtpräsidium

Die SP Region Steckborn hat ihren Kandidaten für das Stadtpräsidium vorgestellt. Pfarrer Andreas Gäumann bewies, dass er sich auch mit Zahlen auskennt.
Rahel Haag
Pfarrer und SP-Kandidat Andreas Gäumann spricht an der Schiefertischrunde im Restaurant Anker mit einem Besucher. (Bild: Rahel Haag)

Pfarrer und SP-Kandidat Andreas Gäumann spricht an der Schiefertischrunde im Restaurant Anker mit einem Besucher. (Bild: Rahel Haag)

Es galt ernst für Andreas Gäumann. An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung und Nominationsveranstaltung der SP Region Steckborn erhielt der evangelische Pfarrer am Montagabend Gelegenheit, sich vorzustellen. Um es vorwegzunehmen: Es war eine klare Sache. Zwölf der anwesenden Mitglieder entschlossen sich, Gäumann zur Wahl zu empfehlen, nur ein Mitglied enthielt sich.

Im kühlen Gemäuer des Turmhofs präsentierte Andreas Gäumann unter anderem drei seiner Ziele. «Die liegen mir besonders am Herzen», sagte der 49-Jährige. Als erstes nannte er gesunde Finanzen. «Wenn ich die ausführliche Erfolgsrechnung und Bilanz des vergangenen Jahres ansehe, kommen mir einige Bedenken.» So habe die Nettoschuld Ende 2017 7,35 Millionen Franken betragen pro Einwohner wären dies 1929 Franken. «Ich plädiere für einen Schuldenabbau um mindestens zwei Millionen Franken.» Seiner Meinung nach sollten Steuersenkungen zu Gunsten eines Schuldenabbaus aufgeschoben werden.

«Die Öffentlichkeitsarbeit ist mein Steckenpferd»

Weiter sprach sich Gäumann für regelmässige Investitionen in Strassen, Leitungen und Gebäude aus. «Das mag etwas banal klingen», sagte er. Doch die Stadt solle nicht in alte Muster verfallen und Investitionen aufschieben. Als drittes Ziel nannte Gäumann eine aktive Kommunikation der Stadtverwaltung. «Die Öffentlichkeitsarbeit ist mein Steckenpferd.» Er habe zwei Websites aufgebaut und schreibe regelmässig für Regionalzeitungen. «Die Website der Stadt könnte attraktiver gestaltet werden», sagte er. Zudem plädiert Gäumann dafür, dass nicht nur Entscheide kommuniziert, sondern auch aufgezeigt werden sollen, welche Themen den Stadtrat oder einzelne Ressorts aktuell beschäftigen.

Dann musste sich Gäumann die Frage gefallen lassen, weshalb er den Schwerpunkt auf die Finanzen gesetzt habe. «Ich habe etwas anderes erwartet», sagte ein Mitglied. Er habe drei prägnante Ziele herausgepickt. «Zudem dürfte sich der eine oder andere fragen, ob ich als Pfarrer überhaupt eine Ahnung von Zahlen habe.» Diesen Beweis habe er antreten wollen. Als die Wohnbaugenossenschaft (Woba) Linde zur Sprache kam, sagte Gäumann, dass die Stadt seiner Ansicht nach nicht mehr in der Pflicht sei. Die Beschaffung des Geldes sei Sache der Genossenschaft. «Ich habe an der Gemeindeversammlung auch Nein gesagt zum Kredit.» Damals wurde ein Darlehen der Stadt über zehn Millionen Franken für die Woba Linde abgelehnt.

Im Anschluss wechselte die Versammlung in den «Anker». Dort wurden im Rahmen der Schiefertischrunde die nationalen Abstimmungsvorlagen diskutiert. Doch auch hier war die Kandidatur Gäumanns weiterhin Thema. «Wir wären bei der Suche nach einem Kandidaten zuletzt auf dich gekommen», sagte Co-Präsidentin Silvia Janett.

Zur Person

Andreas Gäumann kam 1968 im Kanton Aargau zur Welt. Nach der Matura studierte er evangelische Theologie. Seit 1991 ist er Mitglied der SP. Von 2004 bis 2006 absolvierte Gäumann ein berufsbegleitendes Nachdiplomstudium «Wirtschaft». Seit zehn Jahren ist er Spitex-Präsident. Er teilt sich mit seiner Ehefrau seit 2007 die Pfarrstelle in der evangelischen Kirchgemeinde Steckborn. Sie sind seit 20 Jahren verheiratet und haben zwei Söhne im Teenageralter.

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